News

Auf dem Weg zur Geschlechterdemokratie im Ruhrgebiet

Diese Plattform wird in den kommenden Monaten mit finanzieller Unterstützung der Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege konzeptionell und technisch und aktualisiert und Anfang 2019 mit Unterstützung der beiden Landschaftsverbände in NRW um Überblicksartikel und Frauenbiografien rund um die (Vor-)Geschichte des Frauenwahlrechts im Ruhrgebiet erweitert werden.

Es ist Teil des NRW-Verbundprojekts "100 jahre bauhaus im westen".

Die Umbruchzeit von 1918/1919 mit ihrer Neuausrichtung der politischen Geschlechterordnung wirft in unserem Zusammenhang nämlich interessante Fragen auf, zumal sich das Ruhrgebiet durch drei unterschiedliche Zonen gesellschaftlicher Entwicklung auszeichnet: 1. der Hellwegzone mit in Teilen traditionsreicher bürgerlicher Sozialstruktur, 2. der Zone früher Industrialisierung um Hagen, Witten, Wetter, in der sich liberales Wirtschaftsbürgertum herausbilden konnte, und 3. der Emscherzone, geprägt vom Zuzug von Arbeitskräften um neugegründete Zechen, in der die Arbeiterschaft die große Mehrheit bildete.

Unsere vergleichende Perspektive gilt daher der Frage, welche Milieus und Frauenbewegungen sich wo, wie und warum Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts politisch für das Frauenstimmrecht engagierten. Wie hat das Wahlrecht zur Geschlechterdemokratie beigetragen und was waren die ersten Impulse im politischen Raum, die Frauen im Ruhrgebiet zu Beginn der Weimarer Republik zu geben vermochten?