frauen/ruhr/geschichte versteht sich als Vernetzungsmedium. Hier werden die Veranstaltungen zur Frauen- und Geschlechtergeschichte des Ruhrgebiets angezeigt und archiviert, die im „News-Ticker“ auf der Startseite erscheinen.

Veranstaltungen

Film: Dore Jacobs – Bewegung spricht

4. November 2026 (17:30 Uhr)

„Dore Jacobs – Bewegung spricht“ ist ein filmischer Essay mit biografischem Kern über die Reformpädagogin Dore Jacobs (1894–1979), die Bewegung des Körpers als Ausdruck von Freiheit, Würde und Gemeinschaft verstand.

Der Film von Gerburg Fuchs folgt ihrem Lebensweg von Dore Jacobs durch die Umbrüche des 20. Jahrhunderts: Von ihrer Kindheit in einer liberalen jüdischen Familie in Essen über die Reformbewegung in Hellerau bei Dresden und ihre pädagogische Arbeit im Ruhrgebiet bis zur Verfolgung durch den Nationalsozialismus und schließlich die Wiederaufnahme ihrer Arbeit in ihrer Schule in Essen nach 1945. Zwischen historischen Dokumenten und persönlichen Erinnerungen entsteht das Bild einer Frau, die an die Kraft von Menschlichkeit und Gemeinschaft glaubte. Der Film fragt, was uns trägt, wenn Zeiten sich verändern – und erinnert daran, dass Menschlichkeit oft im Kleinen beginnt: in einer Bewegung, einer Begegnung, einer Geste der Solidarität.
Dore Jacobs‘ Lebenswerk eröffnet einen neuen Blick darauf – damals wie heute.

Veranstaltungsorte
Filmstudio Glückauf, Essen (Oktober)
Rio Filmtheater, Mülheim an der Ruhr (November)

Veranstaltungen

Selma Meyer und Alice Shalvi: Zwei Straßenbenennungen in Essen nach verfolgten Wissenschaftlerinnen

Am Thurmfeld in Essen, dort wo die Forschungsbauten Future Water Campus und Active Sites der Universität Duisburg-Essen entstehen, wurden zwei Straßen auf Vorschlag der Universität Duisburg-Essen nach den Professorinnen Selma Meyer und Alice Shalvi benannt.

Alice Shalvi und Selma Meyer wurden in Essen geboren, mussten im Nationalsozialismus Deutschland verlassen und waren angesehene Wissenschaftlerinnen. Selma Meyer, 1881 in Essen geboren, 1958 in Kew Gardens, Queens/ New York gestorben, wurde als erste Frau im Fach Pädiatrie (Kinderheilkunde) habilitiert. Alice Shalvi, 1926 in Essen geboren und 2023 in Jerusalem verstorben, war Professorin für Englische Literatur und gilt als „Mutter des Feminismus“ in Israel. Sie war Gründungsvorsitzende des israelischen Frauennetzwerks, das sich für Frauenrechte und Gleichberechtigung einsetzt. Sie gehörte zu den ausgesprochenen Kritiker:innen der israelischen Besatzungspolitik und stand für einen religiösen Pluralismus.

Der Termin fiel mit dem 100. Geburtstag der im Jahr 2023 verstorbenen Alice Shalvi zusammen.

Siehe auch die Pressemeldung der Stadt Essen.

Veranstaltungen

Neue Radroute verbindet FrauenOrte im Ruhrgebiet

13 FrauenOrte im Ruhrgebiet verbindet eine neue Radroute des FrauenRats NRW.

Die rund 100 Kilometer lange Strecke führt von Oberhausen durch die Region bis Dortmund – vorbei an Orten, die an historische Frauenpersönlichkeiten und ihre Lebensleistungen erinnern. Darunter befinden sich Äbtissinnen, Pädagoginnen und Künstlerinnen. Vorgestellt werden z. B. Dr. Nelli Neumann, die als erste Frau in Deutschland in Mathematik promovierte und in Essen lehrte, Dr. Anneliese Schröder, frühere Direktorin der Recklinghauser Museen, und Elisabeth Nettebeck, „Mutter“ des Gelsenkirchener Musiktheaters im Revier.

Der FrauenRat NRW ist ein Netzwerk von Frauenverbänden und -gruppen, das die Belange von Frauen in allen Lebensbereichen unterstützt und sie sichtbar machen will.

Informationen: https://www.frauenorte-nrw.de

Veranstaltungen

VOR ORT: Frauen- und Geschlechtergeschichte zum Ruhrgebiet. Projekte und Perspektiven 

Ein Workshop von frauen/ruhr/geschichte, Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte und Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e.V.

Freitag, 20. November 2026, 11:00-17:00 Uhr

Zum Kulturhauptstadtjahr RUHR.2010 ist www.frauenruhrgeschichte.de als Gemeinschaftsprojekt von Geschichtsinitiativen, Archiven, Museen, Frauen- und Gleichstellungsbüros, Universitäten und interessierten Forschenden ans Netz gegangen. Seitdem hat ein kleines Team mit eingeworbenen Projektmitteln und einer Vielzahl an Autor:innen, getragen durch ehrenamtliches Engagement, die Forschungs- und Bildungsplattform frauen/ruhr/geschichte weiterentwickelt. Bis heute sind zwei Zugänge für die Geschichtsarbeit leitend: zum einen Frauen als Gestalterinnen der Region und zum anderen die geschlechtsspezifische Organisation von Arbeit zu unterschiedlichen Zeiten sichtbar zu machen.

frauen/ruhr/geschichte gehört zu den Kulturhauptstadtprojekten, die bis heute nachwirken. Um dies auch zukünftig weiter tun zu können, suchen wir mit frauen- und geschlechtergeschichtlichen Akteur:innen und Interessierten das Gespräch. Wir möchten herausfinden, wo und wie Frauen- und Geschlechtergeschichte heute im Ruhrgebiet stattfindet und zugleich das bestehende Netzwerk um neue Verknüpfungen erweitern.

Der Workshop beginnt mit zwei Impulsvorträgen, bevor in vier anschließenden Panels Projekte aus verschiedenen Arbeitsfeldern vorgestellt werden. Im Mittelpunkt der Panels stehen aktuelle Projekte, an denen wir über Erfahrungen und Herausforderungen der regionalen Frauen- und Geschlechtergeschichte entlang diskutieren. Die Moderatorin des jeweiligen Panels fasst die Ergebnisse des Austauschs zusammen und präsentiert sie im Anschluss in großer Runde. Den Ausklang bildet eine Talk-Runde zu den Perspektiven der Frauen- und Geschlechtergeschichte im Ruhrgebiet.

Der gebührenfreie Worskhop findet statt mit finanzieller Förderung von Route Industriekultur/Regionalverband Ruhr und in Zusammenarbeit mit dem Marie Jahoda Center for International Gender Studies.

Bitte merkt euch den Termin vor! Nähere Informationen hier.

Veranstaltungsort
Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte
Wittener Str. 47, 44789 Bochum

Veranstaltungen

Ausstellung: Drei Essener Herrscherinnen – 1726 – 1776 – 1826

bis Dienstag, 10. November 2026

Im Jahr 2026 jährt sich der Todestag der drei letzten Herrscherinnen des Fürstentums Essen. Schloß Borbeck als „FrauenOrt NRW“ erinnert mit einer Sonderausstellung in der Städtischen Galerie Schloß Borbeck an Bernardine Sophia von Ostfriesland und Rietberg (1654-1726), Franziska Christine von Pfalz-Sulzbach (1696-1776) und Maria Kunigunde von Sachsen (1740-1826).

Schloß Borbeck präsentiert die drei letzten Essener Herrscherinnen des Fürstentums Essen: Erinnert wird an den 300. Todestag der Fürstin-Äbtissin Bernardine Sophia von Ostfriesland und Rietberg (1654-1726) im Jahre 1726 und den Regierungsbeginn Franziska Christines von Pfalz-Sulzbach (1696-1776). Sie starb im Jahr 1776 und damit vor 250 Jahren. 1776 trat Maria Kunigunde von Sachsen (1740-1826) ihr Amt an. Sie war die letzte Herrscherin, die über den fast 1.000 Jahre bestehenden Kleinstaat regierte.

Die Ausstellung wirft einen neuen Blick auf diese drei mächtigen Frauen, die das Fürstentum regierten – teilweise auch von Borbeck aus: Bernardine Sophia regierte seit 1691 und verteidigte unnachgiebig ihr Fürstentum gegen Brandenburg-Preußen und die protestantische Stadt Essen. Sie fördert die Mädchenbildung und gilt als größte Wohltäterin der B.M.V.-Schule. Franziska Christine regierte in Thorn seit 1717, in Essen seit 1726 und gründete das Waisenhaus in Steele, die heutige Fürstin-Franziska-Christine-Stiftung. Zudem erweiterte und baute sie Schloß Borbeck um. Maria Kunigunde, die in Essen und Thorn von 1776 bis zum Ende des Fürstentums 1803 regierte, trat in Dresden in ihrer Jugend in einer Hauptrolle als Opernsängerin auf. Als Herrscherin vertrat sie aufgeklärte Ideen in Politik und Pädagogik und förderte die beginnende Industrialisierung.

Die Geschichtsschreibung des 19. und frühen 20. Jahrhunderts hat diese Frauen lange verachtet, verkannt und diffamiert. Bislang unbeachtete Quellen wie private Briefe und Dokumente zeigen diese Frauen jedoch in einem anderen Licht. Sie beleuchten ihre Herausforderungen und Errungenschaften. Darüber hinaus zeigen sie ihre Fürsorge und Verdienste um die Politik ihres kleinen Territoriums in Bezug auf Bildung, Religion und Verbesserung des Lebensstandards. Erstmals stehen diese drei Fürstinnen-Äbtissinnen als eigenständige Frauen im Mittelpunkt einer gemeinsamen Ausstellung.

Veranstaltungsort
Städtische Galerie Schloß Borbeck
Schlossplatz 2, 45355 Essen

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Wie man lebt – wo man lebt. Dokumentarfotografien von Brigitte Kraemer

bis 4. April 2027

Die Fotografin Brigitte Kraemer dokumentiert seit Anfang der 1980er Jahre bis heute mit einzigartigem Einfühlungsvermögen den Alltag sowie die Freizeit im Ruhrgebiet und anderswo. Ihre Themen sind u. a. Camping, Kleingärten, Mann und Auto, Leben am Kanal, Glaubensgemeinschaften, Friedensdorf Oberhausen, Migration und Frauenhaus.

Das Ruhr Museum konnte im Jahr 2022 mit Hilfe der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung ihr Gesamtwerk ankaufen. Das Ruhr Museum besitzt rund 360.000 Negative und Abzüge in Schwarzweiß und Farbe.

Diese Ausstellung mit über 200 Bildern markiert den letzten Teil einer dreiteiligen Reihe zu Fotografinnen, die im Ruhrgebiet gearbeitet haben und arbeiten. Den Anfang machte 2023 die Ausstellung »Unterwegs mit Marga Kingler. Pressefotografin im Ruhrgebiet«, welche ein beeindruckendes Panorama des städtischen Lebens aus den Jahren 1951–1991 zeigte. »Bilder im Auftrag. Fotografien von Ruth Hallensleben 1931–1973« ist die zweite Ausstellung der Reihe. Mit ihren Arbeiten bestimmen sie die Geschichte der Fotografie in der Region maßgeblich mit. Im September 2025 schließt die Schau »Wie man lebt – Wo man lebt. Dokumentarfotografien von Brigitte Kraemer«, die Reihe ab.

Die Reihe unterstreicht die Bedeutung der Fotografie im Ruhrgebiet und vor allem in Essen, wo sich mit dem Museum Folkwang, dem Historischen Archiv Krupp, der Folkwang Universität der Künste und dem Ruhr Museum mehrere renommierte Einrichtungen zum Zentrum für Fotografie Essen zusammengeschlossen haben.

Voraus gingen der Reihe bereits seit 2010 Ausstellungen im Ruhr Museum zu Klassikern der Ruhrgebietsfotografie wie »Heinrich Hauser – Schwarzes Revier« (2010), »Chargesheimer. Die Entdeckung des Ruhrgebiets« (2014/15), »Erich Grisar. Ruhrgebietsfotografien 1928–1933« (2016), »Josef Stoffels. Steinkohlenzechen – Fotografien aus dem Ruhrgebiet« (2018) und schließlich »Albert Renger-Patzsch. Die Ruhrgebietsfotografien« (2018/19).

Veranstaltungsort
Ruhr Museum, Galerie 21-Meter-Ebene
Gelsenkirchener Straße 181, 45309 Essen

Veranstaltungen

Frauen-Geschichte(n) und Rollenbilder im Wandel

Der LWL zeigt YouTube-Serie über starke Westfälinnen

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat eine YouTube-Serie über starke Westfälinnen produziert. Die Serie „Westfälinnen“ porträtiert in drei Folgen starke Frauen aus der Vergangenheit und Gegenwart Westfalens. Anhand von Biographien zeigt sie Wandel und Kontinuitäten in Lebensrealitäten, Rollenbildern und Selbstverständnis westfälischer Frauen. Die Folgen veröffentlicht der LWL ab dem 11. August über den YouTube-Kanal „Westfalen im Film“. Die Journalistin Tessniem Kadiri moderiert die in Kooperation mit der HER Produktion GmbH entstandene Reihe.

Ob Unternehmerin, Aktivistin oder Schaustellerin – die Reportage „Westfälinnen“ erzählt die teils vergessenen Geschichten starker westfälischer Frauen aus unterschiedlichen Zeiten und Kontexten. Dabei kontrastiert sie diese historischen Persönlichkeiten mit modernen Protagonistinnen, die heute Erstaunliches erreichen: im Job und im Privaten, bei ihrem Einsatz für mehr gesellschaftliche Akzeptanz und Gleichstellung, in Tradition ihrer Vorfahrinnen und großer Visionärinnen.

„Frauen haben schon immer großes geleistet. Ihnen wird nur leider selten die Aufmerksamkeit zuteil, die sie eigentlich verdienen. Das wollten wir mit unserem Format ändern. Unser Anliegen war es, inspirierenden Westfälinnen eine Bühne zu geben und ihren Geschichten mehr Sichtbarkeit zu verleihen“, erklärt Laura-Marie Iven von LWL-Medienzentrum.

Die Webserie möchte die Lebensrealitäten ihrer Protagonistinnen darstellen und auf diese Weise auch Entwicklungen nachvollziehbar machen. Wie hat sich das Leben westfälischer Frauen über die Jahrhunderte verändert? Welchen Herausforderungen sahen und sehen sie sich gestern und heute in unterschiedlichen Lebensbereichen gegenüber? Wie haben sich die Stellung der Frau in der Gesellschaft und deren Wahrnehmung gewandelt? Und wie nahmen und nehmen Frauen sich selbst und ihr Rollenbild wahr?

Diesen und vielen weiteren Fragen geht Tessniem Kadiri in den 15-minütigen Folgen der „Westfälinnen“ nach. Dabei besucht sie Geburtsorte und Wirkungsstätten, begegnet Expertinnen, Familienangehörigen und Begleiterinnen der Protagonistinnen. Ganz nebenbei erkundet sie Westfalen fernab der gängigen touristischen Klischees und erlebt landschaftliche Schönheit, kulturelles Flair und besondere Begegnungen.

Die erste Folge beginnt im sauerländischen Schmallenberg auf den Spuren der Textilfabrikantin Sophie Stecker. Sie errichtete Ende des 19. Jahrhunderts eines der größten Strickwaren-Unternehmen Westfalens. Die Moderatorin spricht mit ehemaligen Angestellten und trifft auf dem Gut Bockum in Meschede auf Steckers Urgroßnichte Sophia. Anschließend spricht sie in Bochum mit der Modedesignerin und Mutter Susa Flor über den Spagat zwischen Beruf und Familienleben.

In Werl erfährt die Moderatorin mehr über die faszinierende Geschichte der Autorin und katholischen Politikerin Hedwig Dransfeld, die sich an der Schwelle zum 20. Jahrhundert für die Rechte von Frauen stark machte. Indem sie für politische Bildung und Teilhabe kämpfte, ebnete Dransfeld gemeinsam mit anderen Zeitgenossinnen den Weg zu einer geschlechtergerechteren Gesellschaft. Damit durchbrach sie das traditionelle Rollenverständnis ihrer Zeit. Knapp 120 Jahre später geht der/die non-binäre Autor:in und Künstler:in Linn Schiffmann noch einen Schritt weiter. Sie macht sich für eine Gesellschaft stark, in der das vorherrschende binäre Geschlechtersystem aufgebrochen wird und Menschen selbstbestimmt über ihre Geschlechtsidentität entscheiden können.

Folge drei porträtiert schließlich die Tier-Dompteurin Dora Friese aus Lemgo, die Anfang des 20. Jahrhunderts mit ihren Raubtiervorstellungen internationale Erfolge feierte. Sie begründete eine Familientradition, die sich bis in die Gegenwart fortführt. Auch ihre Ururenkelin Kathleen Hardt ist Schaustellerin. Sie spricht mit der Moderatorin darüber, warum das Leben auf der Kirmes zwar nicht immer leicht, aber trotzdem ihre Leidenschaft ist.

Den YouTube-Kanal „Westfalen im Film“ des LWL-Medienzentrums erreichen Interessierte über den Link: https://www.youtube.com/channel/UCdTtL2NDaHWIuMnnF57bMIw

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Platz der Heinze-Frauen

Am Mittwoch, dem 8. März 2023, wurde der neue Platz der Heinze–Frauen gegenüber des Justizzentrums im Gelsenkirchen Ückendorf mit einem Fest der Öffentlichkeit übergeben. Der attraktive neue Stadtplatz wurde nach Ideen und Anregungen der Bürgerschaft gestaltet und konnte nach Abbruch der Gebäude Bochumer Straße 74 und 76 mit Mitteln von Bund und Land NRW aus dem Topf der Städtebauförderung realisiert werden.

Kein Zufall war es, dass die feierliche Eröffnung am Weltfrauentag stattfand. Der neue Platz verdankt seinen Namen den Mitarbeiterinnen des Gelsenkirchener Fotolabors Heinze, die in einem jahrelangen Rechtsstreit 1981 die gleiche Bezahlung wie ihre männlichen Kollegen erkämpften und so bundesdeutsche Geschichte schrieben.

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Wupperfrauen

Besucht die Website https://wupperfrauen.de.

Frauen tauchen in Wuppertal nicht auf oder gehen unter. Das wollten einige Frauen aus der Stadt ändern und Frauen in Wuppertal sichtbarer machen. Sie wollen Wuppertaler Frauen aus Kunst, Kultur, Politik, Sport, Wissenschaft, Forschung und Religion benennen und in einem virtuellen Stadtplan ausfindig machen, aufzeigen und etwas zu ihnen berichten.

Dafür kann man Biografien von verstorbenen und lebenden Wuppertalerinnnen und einen Stadtplan aufrufen, auf denen sich die Biografien verorten lassen.

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Vortrag: Frauen und Männer im Krieg. Europäische Erfahrungsgeschichten

Vortrag: Prof. Dr. Maren Röger, Universität Augsburg / Bukowina-Institut
Moderation: Dr. Andrea Genest, Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, Fürstenberg/H.

Der Zweite Weltkrieg veränderte den Alltag der europäischen Bevölkerungen tiefgreifend. Millionen Frauen übernahmen weitere Rollen, sei es aus ökonomischem Zwang, aus Interesse an erweiterten Handlungsräumen oder politischem Willen. Sie leisteten Hilfsdienste in den Armeen oder kämpften mit der Waffe, auch in Partisanenbewegungen. Millionen Männer wurden in die kämpfenden Armeen eingezogen, wo spezifische Männlichkeitskulturen gepflegt wurden.

In ihrem Vortrag gab Maren Röger am Dienstag, 23. November 2021, einen Überblick über Erfahrungswelten der europäischen Bevölkerungen mit einem besonderen Fokus auf veränderten Geschlechterrollen sowie Erfahrungen sexualisierter Gewalt, die Frauen in unterschiedlichen Ländern machten.

Die Teilnahme wurde aufgezeichnet und kann abgerufen werden unter https://www.topographie.de/livestream/.

Vortragsreihe „Alltag unter deutscher Besatzung in Europa 1939–1945”, in Kooperation von Topographie des Terrors mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, konzipiert mit Prof. Dr. Tatjana Tönsmeyer, Historisches Seminar, Bergische Universität Wuppertal.

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Denkmal für Helene Wessel umstritten

Ausschreibung: Denkmal für Helene Wessel – Eine der vier Mütter des Grundgesetzes

Helene Wessel war eine von nur vier Frauen, die als Mitglieder des Parlamentarischen Rates im Jahr 1949 an der Erstellung unseres Grundgesetzes mitgewirkt haben.  Als einer dieser vier „Mütter“ des Grundgesetzes sollte ihr – auf Vorschlag des NRW-Heimatministeriums – ein Denkmal im Dortmunder Stadtgarten gesetzt werden.

Helene Wessel war zeitlebens eine überzeugte Pazifistin und kämpferische Demokratin. Das Denkmal soll so zum einen an die historischen Leistungen einer beeindruckenden Frau erinnern, gleichzeitig aber auch Mahnung in unserer heutigen Zeit der Demokratiegefährdung und Politikverdrossenheit sein.

Doch nun ist die Denkmalsetzung umstritten, denn die Fürsorgerin Helene Wessel hat nicht nur die Grundlagen heutiger Gleichstellungspolitik im Grundgesetz gelegt, sondern zugleich auch in Fürsorgefragen umstrittene eugenische Positionen vertreten.

Weitere Informationen hier.