frauen/ruhr/geschichte versteht sich als Vernetzungsmedium. Hier werden die Veranstaltungen zur Frauen- und Geschlechtergeschichte des Ruhrgebiets angezeigt und archiviert, die im „News-Ticker“ auf der Startseite erscheinen.

Veranstaltungen

Führung: Margarethe Krupp – Die Stifterin der Margarethenhöhe

Sonntag, 14. Juli 2019, 14.30 Uhr

Am Sonntag, dem 14. Juli, beginnt um 14.30 Uhr die Führung „Margarethe Krupp – Die Stifterin der Margarethenhöhe“, die das Ruhr Museum in Kooperation mit der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung veranstaltet.

Die Führung durch das Große und Kleine Haus der Villa Hügel folgt dem Leben und Wirken der sozial engagierten Stifterin der Gartenstadt und Förderin der Künstlersiedlung Margarethenhöhe. Im Jahr 1888 bezog sie mit ihrem Mann die Villa Hügel, übernahm die Organisation des Hügelbetriebs und ab 1902 treuhänderisch den Konzern. Anlässlich der Hochzeit ihrer Tochter Bertha richtete sie 1906 die Margarethe Krupp-Stiftung für Wohnungsfürsorge ein.

Dauer: 1,5 Stunden. Kosten: 5 € plus Parkeintritt in bar vor Ort. Treffpunkt ist die Untere Halle im Großen Haus der Villa Hügel. Eine Anmeldung ist montags bis freitags zwischen 9 und 16 Uhr im Besucherdienst unter 0201 24681 444 oder unter besucherdienst@ruhrmuseum.de möglich.

Adresse
Villa Hügel
Hügel 1, 45133 Essen

 

Veranstaltungen

Die Essener Äbtissin Theophanu und ihre Memoria

Donnerstag, 8. August 2019, 18.00 Uhr

Vortrag von Daniela Krupp, M. A., stellvertretende Leiterin der Domschatzkammer Essen

Theophanu ist eine Enkelin Kaiser Otto III. und amtiert von 1039 bis 1058 als Essener Äbtissin. In ihrer knapp 20-jährigen Amtszeit sichert sie ihre Memoria durch zahlreiche Stiftungen. Sie war Auftraggeberin von Bauwerken und Schatzkunst, die sich bis heute in der steinernen Architektur der Domkirche und im Ensemble des Essener Domschatzes erhalten haben. Darunter auch das Kreuznagelreliquiar, das zu der weltweit größten Gruppe ottonisch-salischer Goldschmiedewerke gehört und als ein einzigartiges sowie „innovatives“ Objekt in der Kunstlandschaft gilt.

Theophanu wirkte als letzte ottonische Äbtissin in Essen und war besonders darauf bedacht neben ihrer eigenen Memoria, die ihrer Amtsvorgängerin Mathilde zu sichern. Schließlich wurden Theophanus Stiftungen zu Bedeutungsträgern und Legitimationsstiftern.

Veranstalter:
Historischer Verein für Stadt und Stift Essen e.V.

Veranstaltungsort:
Haus der Essener Geschichte / Stadtarchiv
Ernst-Schmidt-Platz 1, 45128 Essen

Veranstaltungen

Hexenprozesse in Essen

Donnerstag, 22. August 2019, 18.00 Uhr

Vortrag Frau Dr. Claudia Kauertz, Leiterin Haus der Essener Geschichte / Stadtarchiv

In den verschiedenen Regionen Europas standen vom 15. bis zum 18. Jahrhundert etwa 60.000 Menschen – Frauen, Männer und Kinder – wegen Hexerei vor Gericht. Die Rheinlande und Westfalen gehörten dabei zu den Kernzonen der europäischen Hexenverfolgungen, die in den Jahren zwischen 1585 und 1632 ihren absoluten Höhepunkt erreichten. Allerdings waren Hexenprozesse nicht in allen Territorien gleichermaßen verbreitet. Vielmehr lassen sich zeitliche und regionale Unterschiede feststellen. Ein Zentrum der Hexenverfolgung waren die kurkölnischen Länder, der südliche Teil des rheinischen Erzstifts, das Herzogtum Westfalen sowie in der Region zwischen Ruhr und Lippe das zu Kurköln gehörende Vest Recklinghausen. In den übrigen historischen Territorien, die das heutige Ruhrgebiet ausmachen, sind ebenfalls Hexenprozesse nachweisbar, doch stehen diese hinsichtlich ihres Ausmaßes und ihrer zeitlichen Verteilung deutlich hinter den Verfolgungen in den kurkölnischen Gebieten zurück.

Der Vortrag nimmt die Situation auf dem Gebiet der heutigen Stadt Essen in den Blick und gibt Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Veranstalter:
Historischer Verein für Stadt und Stift Essen e.V.

Veranstaltungsort:
Haus der Essener Geschichte / Stadtarchiv
Ernst-Schmidt-Platz 1, 45128 Essen

Veranstaltungen

Wir haben die Wahl! Frauen 1919-2019


Eine Ausstellung der Gleichstellungsstelle Essen anlässlich 100 Jahre Frauenwahlrecht

„Bis 1908 durften Frauen keiner Partei beitreten, kein Abitur machen und nicht studieren. Und bis 1918 besaßen sie kein Wahlrecht. Die Mehrheit der Menschen war davon überzeugt, dass die politischen und öffentlichen Belange in den Händen der Männer gut aufgehoben waren.“

So beginnt die Ausstellung „WIR HABEN DIE WAHL. Frauen 1919 – 2019“, die anlässlich des Internationalen Frauentages am 08.03.2019 durch Oberbürgermeister Thomas Kufen und Gleichstellungsbeauftragte Brigitte Liesner eröffnet wurde. In Anbetracht dessen sind die Frauen also schon ein gutes Stück weiter gekommen.

Rosige Zeiten könnte man meinen, wenn man sich den Zeitstrahl anguckt, der auf zwei der acht Roll-Ups der von der Historikerin Susanne Abeck konzipierten und umgesetzten Ausstellung zu sehen ist. Aber es gibt auch immer noch viel zu tun. Der Pioniergeist von Frauen wie der Aktivisten Minna Deuper, die als radikal galt, weil sie das Frauenwahlrecht forderte, wird auch heute noch gebraucht. Da sind sich die elf Frauen, die für die Gegenwart porträtiert wurden, einig. Handlungsbedarf sehen sie beispielsweise im Hinblick auf die Vernetzung von Frauen und sie plädieren für die Überwindung veralteter Rollenbilder als einen wichtigen Schritt zum Thema Gleichberechtigung. So unterschiedlich die Frauen damals wie heute sind, sie eint eines: Der Mut und der Wille, sich für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern einzusetzen.

Wer sich die Ausstellung gerne analog anschauen möchte, kann dies vom 03.07.2019 bis zum 24.08.2019 in der Zentralbibliothek Essen tun. Sie beinhaltet nicht nur einen Blick zurück, auf die acht ersten Essener Ratsfrauen und die Entstehung des Frauenwahlrechts, sondern thematisiert auch den Stand der Gleichstellung heute.

Mehr unter.

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Ausstellung: Die Neue Frau – Künstlerinnen als Avantgarde

17. März bis 18. August 2019

Die Gruppenausstellung Die Neue Frau – Künstlerinnen als Avantgarde, die vom 17. März bis 18. August 2019 auf Haus Opherdicke stattfindet, rückt insbesondere die Schaffungsphase von Künstlerinnen, die um das Jahr 1919 in Deutschland tätig waren in den Vordergrund. In genau diesem Jahr wurde das Frauenwahlrecht in Deutschland eingeführt und Künstlerinnen erstmals an Hochschulen angenommen, anerkannt sowie zu Professorinnen berufen. Der Typus der ‚Neuen Frau‘ entstand und entwickelte sich.

In der Gruppenausstellung werden Kunstwerke, vor allem Malerei, Grafiken und Skulpturen, der Künstlerinnen Tina Bauer-Pezellen, Lilja Busse, Maria Caspar-Filser, Ida Gerhardi, Hannah Höch, Elisabeth Jaspersen, Grethe Jürgens, Käthe Kollwitz, Hanna Koschinsky, Elfriede Lohse-Wächtler, Jeanne Mammen, Hedwig Marquardt, Bettina Marx, Paula Modersohn-Becker, Gabriele Münter, Hanna Nagel, Gerta Overbeck-Schenk, Lotte Reiniger, Emy Roeder, Lieselotte Röwer-Sangerhausen, Elisabeth Schmitz, Martel Schwichtenberg, Renée Sintenis, Alice Sommer gezeigt.

Kunstwerke, die um die 1919er Jahrzehnte entstanden, bilden den Kern der Ausstellung und verdeutlichen, wie die Künstlerinnen gearbeitet und wie sich ihre Arbeitsweise und ihr Ansehen verändert haben. In diesen Zeiten des Umbruchs setzten sich Frauen vermehrt für ihre Rechte ein und in der Kunst manifestierte sich das Bild der Künstlerin als mutige Vorreiterin. Auch heute, 100 Jahre später, ist  das Thema der Frau als Künstlerin hochaktuell. Die zeitgenössische Künstlerin Bettina Marx zeigt ihre Arbeiten in der Ausstellung und wird mit aktuellen Werken auf die historischen eingehen und reagieren.

Verschiedenen Privatsammlern, Galerien wie auch Museen sei für ihre wichtigen Leihgaben für diese Ausstellung gedankt. Das Rahmenprogramm der Ausstellung besteht aus inhaltlich zum Thema passenden Vorträgen, Konzerten, Lesungen und weiteren Kooperationsveranstaltungen, die über die gesamte Laufzeit von März bis August 2019 auf Haus Opherdicke stattfinden werden.  Arne Reimann | Kurator,  Sally Müller | Kuratorin.

Das Begleitprogramm finden Sie hier.

Veranstaltungsort:
Haus Opherdicke
Dorfstraße 29, 59439 Holzwickede