frauen/ruhr/geschichte versteht sich als Vernetzungsmedium. Hier werden die Veranstaltungen zur Frauen- und Geschlechtergeschichte des Ruhrgebiets angezeigt und archiviert, die im „News-Ticker“ auf der Startseite erscheinen.

Veranstaltungen

„Als Mutti arbeiten ging.“ 70 Jahre Gleichberechtigung

 ARD-Mediathek, verfügbar bis zum 29. Mai 2019

Die Gleichberechtigung von Frau und Mann verkündeten BRD und DDR vor 70 Jahren, in der Lebenswirklichkeit setzte sie sich allerdings bestenfalls mühsam durch und kam in Ost und West ganz unterschiedlich zur Geltung. In der Radio-Bremen-Dokumentation „Als Mutti arbeiten ging“ erzählen drei Generationen Ost und drei Generationen West – Großmutter, Tochter, Enkelin – von ihren Erfahrungen und erläutern ebenso anschaulich wie eindringlich, in welchen Lebensbereichen sich in sieben Jahrzehnten Entwicklungen zeigten, aber auch, wo es immer wieder und immer noch keine Gleichberechtigung gibt.

Mehr Informationen hier.

Veranstaltungen

Einweihung des llse-Kibgis-Platzes

Montag, 3. Juni 2019, 12.00 Uhr

Die Bezirksvertretung Gelsenkirchen-West hat in ihrer Sitzung am 19. Februar 2019 beschlossen, dass der Marktplatz Horst-Süd die Bezeichnung „llse-Kibgis-Platz“ erhält.

Am Montag, den 3. Juni 2019, dem Geburtstag der Autorin, ab 12.00 Uhr, ist deshalb auf dem Marktplatz Horst-Süd (Gelsenkirchen) ein kleines Fest vorgesehen, das von der Gesamtschule Horst und den Kitas des Bezirks West gestaltet wird und zu dem alle Mitbürgerinnen und Mitbürger eingeladen sind.

Siehe zu der Autorin auch das Portrait auf frauen/ruhr/geschichte von Hanneliese Palm.

Veranstaltungen

„Mütter des Grundgesetzes“ – 70 Jahre Deutsches Grundgesetz

Ausstellung im Haus der Stadtgeschichte:

„Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ – so lautet Artikel 3, Absatz 2 des Deutschen Grundgesetzes. Formuliert wurde damit im Jahr 1949 ein Programm, nicht eine Aussage über die Realität. Seiner Verankerung im Grundgesetz gingen heftige Diskussionen voraus. Ohne das Engagement vier starker Frauen im Parlamentarischen Rat und vieler Frauen, die sich in der Öffentlichkeit für die volle Gleichberechtigung starkmachten, wäre es nie zu dieser Formulierung gekommen.

70 Jahre nach Gründung der Bundesrepublik zeigt das Haus der Stadtgeschichte Kamen ab dem 9. Mai vier Wochen lang die Ausstellung „Mütter des Grundgesetzes“ mit Lebensbildern und Informationen zu den Politikerinnen Elisabeth Selbert, Frieda Nadig, Helene Weber und Helene Wessel. Diesen vier Frauen haben wir maßgeblich zu verdanken, dass die verfassungsrechtliche Gleichstellung von Frauen und Männern im Grundgesetz verankert wurde.

Der (kostenfreie) Besuch der Ausstellung ist bis 4. Juni 2019 zu den bekannten Öffnungszeiten im Haus der Stadtgeschichte möglich. Eine Kooperationsveranstaltung der Volkshochschule Kamen-Bönen, der Gleichstellungsstelle der Stadt Kamen und des Hauses der Stadtgeschichte.

Veranstaltungsort:
Haus der Stadtgeschichte
Bahnhofstraße 21, 59174 Kamen

 

Veranstaltungen

Wir haben die Wahl. Frauen 1919-2019


Eine Ausstellung der Gleichstellungsstelle Essen anlässlich 100 Jahre Frauenwahlrecht

„Bis 1908 durften Frauen keiner Partei beitreten, kein Abitur machen und nicht studieren. Und bis 1918 besaßen sie kein Wahlrecht. Die Mehrheit der Menschen war davon überzeugt, dass die politischen und öffentlichen Belange in den Händen der Männer gut aufgehoben waren.“

So beginnt die Ausstellung „WIR HABEN DIE WAHL. Frauen 1919 – 2019“, die anlässlich des Internationalen Frauentages am 08.03.2019 durch Oberbürgermeister Thomas Kufen und Gleichstellungsbeauftragte Brigitte Liesner eröffnet wurde. In Anbetracht dessen sind die Frauen also schon ein gutes Stück weiter gekommen.

Rosige Zeiten könnte man meinen, wenn man sich den Zeitstrahl anguckt, der auf zwei der acht Roll-Ups der von der Historikerin Susanne Abeck konzipierten und umgesetzten Ausstellung zu sehen ist. Aber es gibt auch immer noch viel zu tun. Der Pioniergeist von Frauen wie der Aktivisten Minna Deuper, die als radikal galt, weil sie das Frauenwahlrecht forderte, wird auch heute noch gebraucht. Da sind sich die elf Frauen, die für die Gegenwart porträtiert wurden, einig. Handlungsbedarf sehen sie beispielsweise im Hinblick auf die Vernetzung von Frauen und sie plädieren für die Überwindung veralteter Rollenbilder als einen wichtigen Schritt zum Thema Gleichberechtigung. So unterschiedlich die Frauen damals wie heute sind, sie eint eines: Der Mut und der Wille, sich für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern einzusetzen.

Wer sich die Ausstellung gerne analog anschauen möchte, kann dies bis zum 31.05.2019 im Haus der Essener Geschichte tun. Vom 03.06.2019 bis zum 24.06.2019 wird sie in der Gustav Heinemann Gesamtschule und vom 03.07.2019 bis zum 24.08.2019 in der Zentralbibliothek Essen zu sehen sein. Sie beinhaltet nicht nur einen Blick zurück, auf die acht ersten Essener Ratsfrauen und die Entstehung des Frauenwahlrechts, sondern thematisiert auch den Stand der Gleichstellung heute.

Mehr unter.

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Ausstellung: Die Neue Frau – Künstlerinnen als Avantgarde

17. März bis 18. August 2019

Die Gruppenausstellung Die Neue Frau – Künstlerinnen als Avantgarde, die vom 17. März bis 18. August 2019 auf Haus Opherdicke stattfindet, rückt insbesondere die Schaffungsphase von Künstlerinnen, die um das Jahr 1919 in Deutschland tätig waren in den Vordergrund. In genau diesem Jahr wurde das Frauenwahlrecht in Deutschland eingeführt und Künstlerinnen erstmals an Hochschulen angenommen, anerkannt sowie zu Professorinnen berufen. Der Typus der ‚Neuen Frau‘ entstand und entwickelte sich.

In der Gruppenausstellung werden Kunstwerke, vor allem Malerei, Grafiken und Skulpturen, der Künstlerinnen Tina Bauer-Pezellen, Lilja Busse, Maria Caspar-Filser, Ida Gerhardi, Hannah Höch, Elisabeth Jaspersen, Grethe Jürgens, Käthe Kollwitz, Hanna Koschinsky, Elfriede Lohse-Wächtler, Jeanne Mammen, Hedwig Marquardt, Bettina Marx, Paula Modersohn-Becker, Gabriele Münter, Hanna Nagel, Gerta Overbeck-Schenk, Lotte Reiniger, Emy Roeder, Lieselotte Röwer-Sangerhausen, Elisabeth Schmitz, Martel Schwichtenberg, Renée Sintenis, Alice Sommer gezeigt.

Kunstwerke, die um die 1919er Jahrzehnte entstanden, bilden den Kern der Ausstellung und verdeutlichen, wie die Künstlerinnen gearbeitet und wie sich ihre Arbeitsweise und ihr Ansehen verändert haben. In diesen Zeiten des Umbruchs setzten sich Frauen vermehrt für ihre Rechte ein und in der Kunst manifestierte sich das Bild der Künstlerin als mutige Vorreiterin. Auch heute, 100 Jahre später, ist  das Thema der Frau als Künstlerin hochaktuell. Die zeitgenössische Künstlerin Bettina Marx zeigt ihre Arbeiten in der Ausstellung und wird mit aktuellen Werken auf die historischen eingehen und reagieren.

Verschiedenen Privatsammlern, Galerien wie auch Museen sei für ihre wichtigen Leihgaben für diese Ausstellung gedankt. Das Rahmenprogramm der Ausstellung besteht aus inhaltlich zum Thema passenden Vorträgen, Konzerten, Lesungen und weiteren Kooperationsveranstaltungen, die über die gesamte Laufzeit von März bis August 2019 auf Haus Opherdicke stattfinden werden.  Arne Reimann | Kurator,  Sally Müller | Kuratorin.

Das Begleitprogramm finden Sie hier.

Veranstaltungsort:
Haus Opherdicke
Dorfstraße 29, 59439 Holzwickede