frauen/ruhr/geschichte versteht sich als Vernetzungsmedium. Hier werden die Veranstaltungen zur Frauen- und Geschlechtergeschichte des Ruhrgebiets angezeigt und archiviert, die im „News-Ticker“ auf der Startseite erscheinen.

Veranstaltungen

„Sich ins Geschehen werfen“. Die Hoesch-Fraueninitiative

Zur Eröffnung der Ausstellung „Sich ins Geschehen werfen“ am Sonntag, den 10. November 2019,  um 11.00 Uhr sind Sie und Ihre Freunde herzlich eingeladen

Begrüßung: PD Dr. Karl Lauschke, Vorsitzender der Freunde des Hoesch-Museums e.V.
Statements: Svenja Grawe, Ruhr-Universität Bochum
Frederic Roth Technische, Universität Dortmund
Einführung: Isolde Parussel M.A., Leiterin des Hoesch-Museums
Musik: Vokalrunde

Der Einsatz der »Hoesch-Frauen« hat bis heute wenig Beachtung gefunden. Um 1980 solidarisierten sich engagierte Frauen, unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Beruf oder ihrer persönlichen politischen Einstellung, mit der Hoesch-Belegschaft. Auslöser waren die Stahlkrise und eine drohende Werksschließung. Im Zentrum der Ausstellung steht eine Fotoserie des Dortmunder Fotografen Gisbert Gerhard, der die Aktionen begleitete. Diese und weitere Bilder sowie ausgewählte Dokumente und Exponate belegen, wie auch die Frauen für den Erhalt der Arbeitsplätze
demonstrierten – bis hin zu einem mehrtägigen Hungerstreik vor der Westfalenhütte.

Donnerstag, 28. November 2019, 18.00 Uhr:
Museumsgespräch: »Unsichtbare Motoren«
Die Fraueninitiative Hattingen während des Hüttenstreiks 1986/87
Alicia Gorny, Institut für soziale Bewegung Bochum

Sonntagsmatinée, 2. Februar 2020, 11.00 Uhr:
Der Hungerstreik 1981 der Hoesch-Fraueninitiative mit Rita Schenkmann-Raguse, Brigitte Sonnenthal-Walbersdorf und weiteren Zeitzeuginnen

Ausstellungsdauer: 9. November 2019 bis 9. Februar 2020
Sonderöffnung: Sa 9. November, 11.00 –18.00 Uhr
So 10. November, 10.00–18.00 Uhr

EINTRITT FREI! Eine Ausstellung des Hoesch-Museums mit seinen Partnern. Die Ausstellung ist Teil des f² Fotofestival mit dem diesjährigen Thema »Gerechtigkeit«.

Veranstaltungsort:
HOESCH-MUSEUM
Eberhardstr. 12, 44145 Dortmund
Tel. 0231 844 58 56
www.hoeschmuseum.dortmund.de
Öffnungszeiten: Di u. Mi 13.00 – 17.00
Do 9.00 – 17.00, So 10.00 – 17.00 Uhr

Veranstaltungen

Über die „Reife der Frau“ und den „Anfang alles wahrhaften Fortschritts“

100 Jahre Frauenwahlrecht – ein erster Schritt zur Geschlechterdemokratie?

Vortrag und Gespräch am Dienstag, den 12. November 2019, ab 19.00 Uhr

Referentinnen: Susanne Abeck und Dr. Uta C. Schmidt

2019 feiern wir ein besonderes Jubiläum: Die erste deutsche Demokratie hat hundertsten Geburtstag. Die neue demokratische Verfassung – Grundlage auch der Weimarer Republik – garantierte Frauen ab 1919 erstmals die staatsbürgerliche Gleichberechtigung. Frauen durften 1919 in Deutschland erstmals wählen – und selbst gewählt werden. Das war zweifellos ein historischer Erfolg.

Die Referentinnen Susanne Abeck, Historikerin, und Dr. Uta C. Schmidt, u. a. Mitarbeiterin im Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW – beide Mitbegründerin des Forschungsportals frauen/ruhr/geschichte – werden zunächst eine Einführung in die Geschichte der allgemeinen Frauenstimmrechtsbewegung geben. Anschließend widmet sich ihr Vortrag den Akteurinnen im Ruhrgebiet, insbesondere im Ruhrgebiet – und in Hattingen.

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation der VHS Hattingen mit dem Frauenreferat in den Ev. Kirchenkreisen Hattingen-Witten und Schwelm, der Ev. Erwachsenenbildung EN-Ruhr und der Gleichstellungsstelle der Stadt Hattingen. Eintritt: 6 €

Veranstaltungsort:
Altes Rathaus Hattingen, 1. Etage
Untermarkt 9, 45525 Hattingen-Altstadt

 

Veranstaltungen

Aletta Eßer und der Werkkreis für Literatur der Arbeitswelt

Dienstag, 12. November 2019, 18 Uhr

Aletta Eßer (1934–1990) war Schriftstellerin und Aktivistin in Duisburg-Rheinhausen. Seit 1969 verfasste sie Gedichte und Erzählungen, die sich vor allem mit der sozialen Situation von Arbeitern, Frauen und Zugewanderten beschäftigten.

Im Rahmen der Veranstaltung wird Marion Bachmann aus ausgewählten Prosatexten von Aletta Eßer lesen. Dr. Andreas Pilger vom Stadtarchiv Duisburg (das den Nachlass der Autorin verwahrt) gibt eine kurze biographische Einführung. Michaela Wiegand vom Fritz-Hüser-Institut für Literatur und Kultur der Arbeitswelt beleuchtet mit dem Werkkreis ein wichtiges literarisches Netzwerk, in dem Aletta Eßer agierte.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Poesie, Prosa und Protest. Literarische Überlieferung in Archiv und Bibliothek“ im Landesarchiv. Informationen hier.

Veranstaltungsort:
Landesarchiv Nordrhein-Westfalen
Schifferstraße 30, 47059 Duisburg
Tel. +49 203 98721-0
E-Mail: rheinland@lav.nrw.de

Veranstaltungen

Die jüdische Frau in der Weimarer Republik

Vortrag von Prof. Dr. Miriam Rürup, Hamburg
Dienstag, 19. November 2019, 19.00 Uhr

Jüdische Frauen hatten schon im Mittelalter eine selbständige Stellung als Geschäftsfrauen. Im ausgehenden 19. Jahrhundert beteiligten sie sich an der entstehenden Frauenbewegung in Deutschland. Frau Rürup wird besonders die Situation jüdischer Frauen in der Weimarer Republik behandeln. Kam es zu Neuaufbrüchen? Wie wirkte sich das neue Frauenstimmrecht der Weimarer Reichsverfassung auf die jüdischen Gemeinden aus? Wie gestaltete sich das Verhältnis von Mann und Frau in den jüdischen Jugendbewegungen der 1920er Jahre? Welche spezifischen Probleme ging der Jüdische Frauenbund Deutschland an? Frau Rürup ist eine international renommierte Forscherin auf dem Gebiet der Geschlechtergeschichte.

Miriam Rürup hat die Leitung des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg im Jahr 2012 übernommen. Zuvor war sie von 2010 an als wissenschaftliche Mitarbeiterin am DHI Washington. Vor ihrem Wechsel in die USA war sie Wissenschaftliche Assistentin am Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte der Universität Göttingen bei Prof. Dr. Bernd Weisbrod. Ihre Forschungsinteressen umfassen die deutsch-jüdische Geschichte, Zeitgeschichte, Geschichte des Nationalsozialismus sowie der Gedenkpolitik, Geschlechtergeschichte sowie aus dem Umfeld ihrer Habilitation vor allem die Geschichte von Migration, Staatsbürgerschaft und Staatenlosigkeit.

Sie hat Geschichte, Soziologie und Europäische Ethnologie in Göttingen, Tel Aviv und Berlin studiert und wurde im Jahr 2006 an der TU Berlin promoviert. Diese Arbeit ist erschienen unter dem Titel Ehrensache: Jüdische Studentenverbindungen an deutschen Universitäten (1886-1937) in der Reihe des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden (Göttingen: Wallstein, 2008). Darüber hinaus ist sie Herausgeberin des Bandes zu Praktiken der Differenz: Diasporakulturen in der Zeitgeschichte (Göttingen: Wallstein, 2009) und Gewalt und Gesellschaft. Klassiker modernen Denkens neu gelesen (Göttingen: Wallstein, 2011). Sie ist Mitherausgeberin der Zeitschriften „Aschkenas“ und WerkstattGeschichte sowie Fachredakteurin für Jüdische Geschichte beim Internet-Portal H-Soz-u-Kult. Als Wissenschaftliche Mitarbeiterin war sie u.a. tätig in der Stiftung Topographie des Terrors in Berlin, dem Simon Dubnow Institut in Leipzig und dem Franz Rosenzweig Center an der Hebräischen Universität in Jerusalem.

Der Eintritt ist frei.

Veranstaltungsort
ALTE SYNAGOGE
Edmund-Körner-Platz 1
45127 Essen
www.alte-synagoge.essen.de

Veranstaltungen

Hedwig Averdunk. Privilegiert und diskriminiert

Eine neue Biografie von Doris Freer über die Duisburger Politikerin Hedwig Averdunk (1881–1974). Mehr unter