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„Else Lasker-Schüler kann von Lorbeerblättern nicht leben"

Vom Berliner Bohéme-Leben in die Jerusalemer Exileinsamkeit

26. April 2017, 19:00 Uhr - 21:00 Uhr

Else Lasker-Schüler, 1869 in Wuppertal-Elberfeld geboren, ist laut Gottfried Benn die „größte Lyrikerin, die Deutschland je hatte“. Sie war eine herausragende Vertreterin der avantgardistischen Moderne und des Expressionismus. Exotisches Rollenspiel und poetische Legendenbildung bestimmten ihre Vorstellung einer antibürgerlichen Literatur, welche die Grenzen von Dichtung und  Leben sprengen sollte. Ihr bedeutendes Oeuvre, das Lyrik, Prosa, Essays, Theaterstücke umfasst, ist einem tragischen Leben abgerungen: Früh verließ diese kompromisslos-eigenwillige Frau die Sicherheit einer bürgerlichen Existenz und schlug sich in einem  zermürbenden Kampf gegen die Armut durch das schillernd-chaotische Berlin der Wilhelminischen Ära und der Zwanziger Jahre. Als Jüdin wurde sie von den Nationalsozialisten verfolgt und ins Exil gezwungen, zunächst in die Schweiz, später nach Palästina, wo sie vereinsamt und verarmt 1945 starb.

Vortrag und Lesung von Thomas B. Schumann, Köln, mit anschließender Diskussion

Vor jeder Abendveranstaltung findet (außer am 27. Januar 2017) eine öffentliche Führung von 18 Uhr bis 19 Uhr durch die Dauerausstellung „Gelsenkirchen im Nationalsozialismus“ statt.

Veranstaltungsort:
Dokumentationsstätte "Gelsenkirchen im Nationalsozialismus"