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"Hau rein" Bergbau im Ruhrgebiet. Alltag. Wissen. Wandel.

2018 ist endgültig Schluss mit dem Steinkohlenbergbau in Deutschland. Das Ende des Steinkohlenbergbaus stellt ein regionalgeschichtliches Schlüsselereignis dar. Es fordert geradezu heraus, seine Geschichte, Überreste und Traditionen noch einmal in den Blick zu nehmen. Wie, wo, wann, warum konnte der Bergbau seine Prägekraft erlangen? Wie und mit welchen historischen Wahrnehmungen und Emotionen nimmt die Revierbevölkerung vom Montanzeitalter Abschied? Wie überführt sie es in ihr kollektives Gedächtnis? Mit welchen Geschichten und Mythen, individuellen und kollektiven Erinnerungen wird der Bergbau im Ruhrgebiet weiterleben?

Mit diesen Fragen richtet das Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e.V. vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 seinen 7. Geschichtswettbewerb aus: „HAU REIN! Bergbau im Ruhrgebiet. Alltag, Wissen, Wandel“. Der Titel spannt augenzwinkernd und auffordernd einen Horizont auf, der von Anstrengung bis Genuss reicht. Neben Erfahrungen „vor Kohle“ und betriebs- bzw. technikgeschichtlichen Beiträgen „zur Kohle“ sind damit ausdrücklich auch Einsendungen zum Leben „auf Kohle“ und „nach Kohle“ erwünscht.

Es geht dabei auch um geschlechterspezifische Zuschreibungen und um Erinnerungen und Erfahrungen der im Bergbau tätigen Frauen sowie der Familienangehörigen von Bergleuten.

Der Geschichtswettbewerb ruft Mitarbeiterinnen von Museen, Archiven und Universitäten ebenso zur Teilnahme auf wie historisch interessierte Einzelpersonen, VHS-Geschichtsgruppen und Arbeitskreise. Wie bei den zurückliegenden Geschichtswettbewerben sind auch Schülerinnen und Studierende eingeladen, sich mit Facharbeiten und Seminarprojekten zu beteiligen.

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