Wir haben die Wahl! Frauen 1919-2019


Eine Ausstellung der Gleichstellungsstelle Essen anlässlich 100 Jahre Frauenwahlrecht

„Bis 1908 durften Frauen keiner Partei beitreten, kein Abitur machen und nicht studieren. Und bis 1918 besaßen sie kein Wahlrecht. Die Mehrheit der Menschen war davon überzeugt, dass die politischen und öffentlichen Belange in den Händen der Männer gut aufgehoben waren.“

So beginnt die Ausstellung „WIR HABEN DIE WAHL. Frauen 1919 – 2019“, die anlässlich des Internationalen Frauentages am 08.03.2019 durch Oberbürgermeister Thomas Kufen und Gleichstellungsbeauftragte Brigitte Liesner eröffnet wurde. In Anbetracht dessen sind die Frauen also schon ein gutes Stück weiter gekommen.

Rosige Zeiten könnte man meinen, wenn man sich den Zeitstrahl anguckt, der auf zwei der acht Roll-Ups der von der Historikerin Susanne Abeck konzipierten und umgesetzten Ausstellung zu sehen ist. Aber es gibt auch immer noch viel zu tun. Der Pioniergeist von Frauen wie der Aktivisten Minna Deuper, die als radikal galt, weil sie das Frauenwahlrecht forderte, wird auch heute noch gebraucht. Da sind sich die elf Frauen, die für die Gegenwart porträtiert wurden, einig. Handlungsbedarf sehen sie beispielsweise im Hinblick auf die Vernetzung von Frauen und sie plädieren für die Überwindung veralteter Rollenbilder als einen wichtigen Schritt zum Thema Gleichberechtigung. So unterschiedlich die Frauen damals wie heute sind, sie eint eines: Der Mut und der Wille, sich für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern einzusetzen.

Die Ausstellung beinhaltet nicht nur einen Blick zurück, auf die acht ersten Essener Ratsfrauen und die Entstehung des Frauenwahlrechts, sondern thematisiert auch den Stand der Gleichstellung heute.

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, Wir haben die Wahl! Frauen 1919-2019, Version 1.0,
in: frauen/ruhr/geschichte, Stand: 2010,
https://www.frauenruhrgeschichte.de/wir-haben-die-wahl-frauen-1919-2019/
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