Hexenprozesse in Essen

Donnerstag, 22. August 2019, 18.00 Uhr

Vortrag Frau Dr. Claudia Kauertz, Leiterin Haus der Essener Geschichte / Stadtarchiv

In den verschiedenen Regionen Europas standen vom 15. bis zum 18. Jahrhundert etwa 60.000 Menschen – Frauen, Männer und Kinder – wegen Hexerei vor Gericht. Die Rheinlande und Westfalen gehörten dabei zu den Kernzonen der europäischen Hexenverfolgungen, die in den Jahren zwischen 1585 und 1632 ihren absoluten Höhepunkt erreichten. Allerdings waren Hexenprozesse nicht in allen Territorien gleichermaßen verbreitet. Vielmehr lassen sich zeitliche und regionale Unterschiede feststellen. Ein Zentrum der Hexenverfolgung waren die kurkölnischen Länder, der südliche Teil des rheinischen Erzstifts, das Herzogtum Westfalen sowie in der Region zwischen Ruhr und Lippe das zu Kurköln gehörende Vest Recklinghausen. In den übrigen historischen Territorien, die das heutige Ruhrgebiet ausmachen, sind ebenfalls Hexenprozesse nachweisbar, doch stehen diese hinsichtlich ihres Ausmaßes und ihrer zeitlichen Verteilung deutlich hinter den Verfolgungen in den kurkölnischen Gebieten zurück.

Der Vortrag nimmt die Situation auf dem Gebiet der heutigen Stadt Essen in den Blick und gibt Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Veranstalter:
Historischer Verein für Stadt und Stift Essen e.V.

Veranstaltungsort:
Haus der Essener Geschichte / Stadtarchiv
Ernst-Schmidt-Platz 1, 45128 Essen

, Hexenprozesse in Essen, Version 1.0,
in: frauen/ruhr/geschichte, Stand: 2010,
https://www.frauenruhrgeschichte.de/hexenprozesse-in-essen/
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