Ausstellung über die Dortmunder Fotografin Annelise Kretschmer.

Die Arbeiten der Dortmunder Fotografin Annelise Kretschmer (1903-1987) decken ein breites Spektrum an Motiven und Themen ab – kaum ein Lebensbereich bleibt ausgespart. Selbst sehr gut in der Kunst- und Kulturszene vor allem von Dortmund verknüpft, war ihr dortiges Atelier wichtiger Anlaufpunkt. Sie behauptete sich in einer Zeit als Künstlerin, als Männer noch unangefochten das Kulturleben dominierten.

Aber auch im Privaten ist der Fotoapparat Kretschmers ständiger Begleiter. Es entstanden zahlreiche Porträts, die ihr direktes Umfeld vorstellen. Neben ihrer Familie, seit 1928 war sie mit dem Bildhauer Sigmund Kretschmer verheiratet, porträtiert sie ihre Heimatstadt Dortmund. Ebenso hält sie auf ihren Reisen Bewohner*innen, Häuser und Straßen der besuchten Orte auf ihren Bildern fest. Dabei entstanden Aufnahmen, die berühren und den Betrachter unmittelbar ansprechen. Mit einem besonderen Sinn für die Persönlichkeit des Menschen stellte sie einen direkten Kontakt zwischen Publikum und Abbild her. Gerade hier wird deutlich, dass sie zwar den Strömungen der Neuen Sachlichkeit nahestand, jedoch eine ganz eigene Ästhetik entwickelte, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt.

Bis zum 21. April 2024. Eine Wanderausstellung des LWL-Museumsamtes für Westfalen. Der Eintritt ist frei. Vom 30.06.2024 – 25.08.2024 ist die Ausstellung im Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte.

Veranstaltungsort
Studio des Museums für Kunst und Kulturgeschichte
Hansastr. 3, 44137 Dortmund

Zitation: , Ausstellung über die Dortmunder Fotografin Annelise Kretschmer., Version 1.0, in: frauen/ruhr/geschichte, https://www.frauenruhrgeschichte.de/ausstellung-ueber-die-dortmunder-fotografin-annelise-kretschmer/

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