Termine

Auf dem Weg zur Geschlechterdemokratie im Ruhrgebiet

Diese Plattform wird in den kommenden Monaten mit finanzieller Unterstützung der Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege konzeptionell und technisch und aktualisiert und Anfang 2019 mit Unterstützung der beiden Landschaftsverbände in NRW um Überblicksartikel und Frauenbiografien rund um die (Vor-)Geschichte des Frauenwahlrechts im Ruhrgebiet erweitert werden.

Es ist Teil des NRW-Verbundprojekts "100 jahre bauhaus im westen".

Die Umbruchzeit von 1918/1919 mit ihrer Neuausrichtung der politischen Geschlechterordnung wirft in unserem Zusammenhang nämlich interessante Fragen auf, zumal sich das Ruhrgebiet durch drei unterschiedliche Zonen gesellschaftlicher Entwicklung auszeichnet: 1. der Hellwegzone mit in Teilen traditionsreicher bürgerlicher Sozialstruktur, 2. der Zone früher Industrialisierung um Hagen, Witten, Wetter, in der sich liberales Wirtschaftsbürgertum herausbilden konnte, und 3. der Emscherzone, geprägt vom Zuzug von Arbeitskräften um neugegründete Zechen, in der die Arbeiterschaft die große Mehrheit bildete. Unsere vergleichende Perspektive gilt daher der Frage, welche Milieus und Frauenbewegungen sich wo, wie und warum Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts politisch für das Frauenstimmrecht engagierten. Wie hat das Wahlrecht zur Geschlechterdemokratie beigetragen und was waren die ersten Impulse im politischen Raum, die Frauen im Ruhrgebiet zu Beginn der Weimarer Republik zu geben vermochten?

Damenwahl! 1918/1919 Frauen in die Politik

Am 19. Januar 1919 war es soweit! Frauen durften in Deutschland zum ersten Mal wählen und sich wählen lassen: Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Zusammenbruch des Wilhelminischen Kaiserreichs setzte der Beschluss des Rates der Volksbeauftragten am 12. November 1918 die volle Beteiligung von Frauen am politischen Leben durch. Alle Frauen und Männer ab 20 Jahren konnten nun mit Abschaffung des Dreiklassenwahlrechts durch gleiche, geheime und direkte Wahl ihre Politiker/innen in die Weimarer Nationalversammlung wählen.

Das Historische Museum Frankfurt lenkt in einer großen, ganz Deutschland in den Blick nehmenden Jubiläumsausstellung erstmals die Aufmerksamkeit auf die Frauen, die zur Entstehung der Weimarer Republik und zur Einführung des Frauenwahlrechts 1918/1919 in Deutschland beitrugen.

Die Exkursion nach Frankfurt findet in Kooperation zwischen der Volkshochschule Gelsenkirchen, Arbeit und Leben – DGB/VHS Gelsenkirchen und dem Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e.V. statt.

Daten zur Veranstaltung:
Samstag, 8. September 2018
Treffpunkt: Rolandstraße (Parkplatz hinter dem Gelsenkirchener Musiktheater)
Abfahrt: 7.00 Uhr
Ankunft in Gelsenkirchen: ca. 22.00 Uhr
Entgelt: 15,00 € Fahrtkostenanteil (Eintritt und Führung werden von Arbeit und Leben übernommen.) Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung: Brigitte Schneider, Telefon 0209 169-2549, brigitte.schneider@gelsenkirchen.de

Frauen im Bergbau. Fotografien von Dariusz Kantor

Von Kohle gezeichnet

Die Bilder von Dariusz Kantor zeigen die Arbeit von Frauen im Bergbau zu Beginn des 21. Jahrhunderts in künstlerischer Perspektive. Es handelt sich einerseits um ausdrucksstarke Portrait-Fotografien, andererseits lassen die Bilder die Arbeitsbedingungen im oberschlesisch-polnischen Steinkohlenrevier ebenso erkennen wie die deutlich sichtbare „Endzeit“-Stimmung. Texte von Dariusz Kantor schildern die Begegnung des Fotografen mit den porträtierten starken und selbstbewussten Frauen in der Männerbranche Bergbau.

Die Ausstellung bezieht, ausgehend vom Ende des Ruhrbergbaus 2018, den Niedergang der beiden anderen großen Steinkohle-Reviere Europas ein.

Veranstaltungsort:
LWL-Industriemuseum
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Zeche Nachtigall
Nachtigallstraße 35, 58452 Witten
www.lwl.org/industriemuseum/standorte/zeche-nachtigall

Wohlstand, Freiheit und Bildung für alle

Tagesexkursion am 26. April 2014 die Exkursion wird erst im Oktober 2014 stattfinden
(der genaue Termin steht noch nicht fest)

Mit dieser besonderen Bustour begeben sich die Teilnehmer/innen auf die Spuren von Mathilde Franziska Anneke (1817-1884), eine der berühmtesten Schriftstellerinnen und Frauenrechtlerinnen ihrer Zeit, geboren in Hiddinghausen (heute Sprockhövel).
In Amerika als Mitbegründerin der amerikanischen Frauenbewegung hochgeschätzt, war die mutige und engagierte Herausgeberin der ersten deutschen Frauenzeitung bei uns fast vergessen. Ihr Leben und Wirken ist geprägt durch die freiheitlich-demokratischen Bestrebungen der Revolution von 1848/49, die Zeit der Frühindustrialisierung, sowie die Anfänge der Frauenbewegung. Namhafte Persönlichkeiten zählten zu ihrem Bekanntenkreis bis hin zu Marx und Engels, Carl Schurz, Emma und Georg Herwegh.
Stationen des Tagesausfluges sind das Geburts- und Wohnhaus von Mathilde Franziska Anneke in Sprockhövel und Hattingen und das Historische Zentrum in Wuppertal. An den Originalschauplätzen gibt es kleine szenische Auftritte und Lesungen. Es gibt Gelegenheit für Mittagsimbiss und Kaffeetrinken.

In Zusammenarbeit mit dem Förderverein der VHS Hattingen, VHS Bochum, Ludwig Quidde Forum, Arbeit und Leben - Regionalbüro Wuppertal, Historisches Zentrum Wuppertal, GESCHICHTE GESTALTEN und dem Gleichstellungsbüro Sprockhövel.

Leitung: Elke Brychta, Dr. phil. Wilfried Korngiebel, Susanne Slobodzian, M.A. 

Treffpunkte
9:00 Uhr  Bushaltestellte Reschop Bunker, 45525 Hattingen
9:15 Uhr Bushaltestelle Niedersprockhövel Kirche (Kirchplatz) Dauer: 9:00 bis ca. 18:30 Uhr

Teilnahmegebühr: 29 €

Kartenverkauf:
vhs Hattingen, Bredenscheider Straße 19, 45525 Hattingen
Bürgerbüro Sprockhövel,Rathaus Haßlinghausen, Rathausplatz 4, 45549 Sprockhövel oder
Verwaltungsstelle Niedersprockhövel, Hauptstraße 44, 45549 Sprockhövel

Mein liebes Ilsekind

"Mein liebes Ilsekind" – Mit dem Kindertransport nach Schweden – Briefe an eine gerettete Tochter


Mit einer neuen Veröffentlichung des Jüdischen Museums Westfalen "Mein liebes Ilsekind" – Mit dem Kindertransport nach Schweden – Briefe an eine gerettete Tochter (erschienen Ende Oktober) wird ein mehrjähriges Recherche- und Forschungsprojekt über eine jüdische Familie aus Dorsten vorläufig abgeschlossen.


Ausgeliefert zum 75. Jahrestag der sog. "Polendeportation" 1938, von der auch die Dorstener Kaufmannsfamilie Reifeisen betroffen war, enthält der Band eine Briefauswahl und mehrere Analysen zu deren Geschichte. 2008 haben wir Elise Hallin (vormals Ilse Reifeisen) in Stockholm entdeckt. Ilse Reifeisen war als Kind mit ihren Eltern am 28. Oktober 1938 – wie ca. 17.000 andere staatenlose Juden polnischer Herkunft – nach Polen deportiert worden; die Familie konnte zum Zweck der "Geschäftsauflösung" zurückkehren. Im Dezember 1939 gelangte dann die Tochter mit einem Kindertransport nach Schweden und entkam so als einziges Mitglied ihrer Familie der Shoah. Bis zur Deportation der Eltern nach Riga im Januar 1942 entwickelte sich ein intensiver Briefwechsel mit der in Schweden lebenden Tochter. 180 Briefe und Postkarten der Eltern sind erhalten geblieben und uns vor drei Jahren übereignet worden.

75 dieser Briefe werden hier veröffentlicht, sie sind von der Historikerin Andrea Niewerth mit erläuternden Texten versehen. Elisabeth Cosanne-Schulte-Huxel hat das Buch im Auftrag des JMW herausgegeben und ebenfalls Analysen beigesteuert. In der Buchedition findet sich auch ein Aufsatz zur Deportation der Familie Reifeisen nach Zbaszyn sowie ein Beitrag des Historikers Clemens Maier-Wolthausen vom Zentrum für Antisemitismusforschung an der TU Berlin zum bisher völlig unbeachteten Thema "Kindertransporte nach Schweden". Der Band wurde Frau Hallin am 5.11. persönlich in Stockholm übergeben.

 "Mein liebes Ilsekind". Mit dem Kindertransport nach Schweden – Briefe an eine gerettete Tochter. Hrsg. von Elisabeth Cosanne-Schulte-Huxel im Auftrag des Jüdischen Museums Westfalen, Essen (Klartext-Verlag) 2013, 19.95 EUR

Anlässlich des „Weihnukka-Kunstmarktes“ (29. November bis 1. Dezember 2013) im Jüdischen Museum wird das Buch dort am 30.11. um 15:00 Uhr mit einer Lesung auszugsweise vorgestellt.

JÜDISCHES MUSEUM WESTFALEN

Postfach 100 622 – 46256 Dorsten

Julius-Ambrunn-Str. 1 – 46282 Dorsten
www.jmw-dorsten.de

Filmnachmittag für Frauen

Sonntag, 10. November 2013, 17:00 Uhr Jalda und Anna - Die erste Generation danach
Filmveranstaltung für Frauen
In Kooperation mit der VHS Bochum und der LAG Lesben in NRW e.V. Jalda Rebling und Anna Adam sind Töchter von Müttern, die Auschwitz
überlebten. Das war für beider Leben prägend. Von klein auf war Judentum
für sie mit Verlust, Schwere und Trauer verbunden. Heute leben sie
zusammen als Paar in Berlin und sind inzwischen Großmütter geworden. Sie
haben sich entschieden, einen freudvollen Bezug zum Judentum zu finden
oder wie Anna Adam formuliert: "Die Vergangenheit sollte ein Sprungbrett
sein und nicht ein Sofa."

Anna Adam, Pädagogin und bildende Künstlerin, illustriert Kinderbücher,
arbeitet mit Kindern und tourt mit dem "Happy Hippie Jew Bus" durch
Deutschland. Jalda Rebling hat sich seit der gemeinsamen
Konzerttätigkeit mit ihren Eltern ab Ende der 1970er Jahre zu einer
Spezialistin in europäisch-jüdischer Musik vom Mittelalter bis in die
Gegenwart entwickelt. Sie gehört zu den wenigen Kantorinnen in
Deutschland. Auf beruflicher Ebene arbeiten beide Frauen eng zusammen.
Das Frauenarchiv ausZeiten zeigt den 75-minütigen Dokumentarfilm "Jalda
und Anna" von Katinka Zeuner (Regie und Kamera) und Benjamin Laser
(Co-Regie und Ton), D 2012.

Der Film porträtiert das Frauenpaar, indem er an ihrem Leben und ihren Projekten
teilnehmen lässt. Eingeladen
Canlı Radyo Dinle
sind alle interessierten Frauen zum gemeinsamen Schauen und auf Wunsch zum anschließenden Gespräch. Archivmitarbeiterin Elmas Pehlivan wird den Film vorführen. Veranstaltungsport:
Frauenarchiv ausZeiten
Herner Str. 266, Bochum

Kursgebühr:
5,50 EUR (Kursnummer 17010, Abendkasse)

Flora Tristan (1803-1844) - „Ein sozialistischer Blaustrumpf“?

Donnerstag, 17. Oktober 2013, 18.15 Uhr "Es gibt wohl kein weibliches Geschick, das am Firmament des Geistes eine so dauerhafte und so leuchtende Spur hinterlässt."
André Breton "Wahrscheinlich konnte sie nicht kochen. Ein sozialistischer und anarchistischer Blaustrumpf", urteilte ihr Enkel, der berühmte Maler Paul Gauguin, der sie gar nicht gekannt hat. Die Tochter eines reichen Peruaners und einer nach Spanien emigrierten Französin begründete theoretisch die Vereinigung von Feminismus und Sozialismus. Die Schriftstellerin, die sich von einer Paria zu einer politischen Propagandistin entwickelte, hatte ein kurzes aber äußerst bewegtes und gefährliches Leben. Ihre Wege führten sie von Frankreich nach England, Italien, Deutschland, die Schweiz und  Peru;  in Bordeaux stirbt sie.
Sie war Journalistin, Reporterin, Rednerin, Kulturvermittlerin, Reisende, Abenteuerin, Aktivistin, Feministin, Sozialistin, Internationalistin und ist eine der faszinierendsten Gestalten der französischen und internationalen Frauenbewegung. Im 19. Jahrhundert werden ihre Werke "Die Notwendigkeit, Ausländerinnen gut aufzunehmen", "Fahrten einer Paria", „Im Dickicht von London“, „Arbeiterunion“ und "Tour de France"  Bestseller – sie sind heute noch ein Lesegenuss. Ihre spannenden Reportagen z. B. über Peru und London, jenseits von touristischen Klischees, beschäftigen sich in vielen Aspekten mit der Armut und dem sozialen Elend der Arbeiterklasse. Die gesellschaftliche Diskriminierung der Frauen aufgrund ihres Geschlechts wird in ihren Schriften mit all seinen negativen Folgen von ihr pointiert dargestellt. Sie fordert deshalb "absolute Gleichheit des Mannes und der Frau", zu ihrer Zeit noch eine gesellschaftliche Utopie.

Mit großem Mut recherchiert sie in London sogar vor Ort, geschützt von „Bodyguards“, über  Straßenmädchen. Mit großer Eindringlichkeit beschreibt sie Hintergründe und die brutale Realität der Frauen- und Kinderprostitution dieser Zeit. Florence Hervé, die Referentin, ist Herausgeberin von: „Flora Tristan oder: Der Traum vom feministischen Sozialismus“ (2013). Parkplätze sind auf dem Gelände vorhanden, der Eintritt ist frei. Veranstaltungsort
LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Nachtigallstr. 35
58452 Witten

Frauenstadtrundgang in Bochum

Sunday, October 13th 2013, 2-4.30 pm Guided women's walking tour of the city Travel through the women's history of Bochum! The walking tour will not
only lead you to interesting sights like Bergbau Museum, Pauluskirche
and Kunstmuseum, but guide Linda Wotzlaw will introduce you to the lives
of courageous women and the part they played in the history of the city
and in women's liberation. Learn about Ursula Schafmeister, the first
female priest in Bochum, Nora Platiel, a jewish lawyer in exile, and
many more. Guide: Linda Unger, Frauenarchiv ausZeiten, feminist archives

Meeting point:
Willy-Brandt-Platz, square in front of Bochum city hall, right at the
big steel bell

(No.17003 ) 5,- EUR
For registration please call: 0234/910-1555 (No.17003)

Buchvorstellung mit Helga Grebing

Prof. Dr. Helga Grebing im Gespräch mit Vizekanzler a. D. Franz Müntefering
Begrüßung: Prof. Dr. Stefan Berger Musikalische Begleitung: Lauren Zacharias (Klarinette) anschließend kleiner Empfang Freitag, 8. Februar 2013, 18.30 Uhr Die Historikerin und langjährige Leiterin des Instituts zur Erforschung der europäischen Arbeiterbewegung der Ruhr-Universität Helga Grebing blickt auf ihre Kindheit und Jugend in Pankow und der Umgebung von Berlin zurück. Helga Grebing wurde 1930 in Berlin geboren und verließ die Stadt nach Staatsexamen und Promotion 1953. Ihre Erinnerungen schildern ihre doppelte Ablösung: als BdM-Führerin vom Nationalsozialismus und als Absolventin der Arbeiter- und Bauernfakultät der Humboldt-Universität vom SED-Kommunismus So entfaltet sich aus einer individuellen Biografie das Lebensbild einer ganzen Generation, die den Zweiten Weltkrieg als Kinder und Jugendliche erlebt und verarbeitet hat und schon kurz nach Kriegsende die politische Teilung der Welt in Berlin intensiv miterlebte. Es wird um Anmeldung gebeten: Julia Henselek, Tel. 0234–32 26332, julia.henselek@rub.de Veranstaltungsort:
Haus der Geschichte
Clemensstraße 17-19, Bochum

"Spinn, spinn, meine liebe Tochter"

Salon Frauenbilder im LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall, Witten
25. Okt. 2012, 18:15 Uhr Vor 200 Jahren erschien ein erster Band der Kinder- und Hausmärchen der „Gebrüder Grimm“. Wer weiß schon, dass Frauen viele dieser Märchen mündlich überlieferten und die Schwestern Annette und Jenny von Droste-Hülshoff Volkserzählungen für Jacob und Wilhelm Grimm aufschrieben. Die Brüder sammelten die Erzählungen, bearbeiteten sie und gaben sie als Märchenbücher heraus.
Bis heute sind die weiblichen Rollenbilder in diesen Märchen, mit denen in unseren Breitengeraden fast alle Frauengenerationen der Gegenwart aufwuchsen, im Bewusstsein lebendig. Manches, was in „Grimms Märchen“ über den Alltag und die Erwartungen an Mädchen und Frauen beschrieben wird, gehört noch immer zu den gelobten Frauentugenden! „Die Beschreibung der Tätigkeiten „Kochen, Spinnen, Weben, Nähen“ sind aber auch Symbole für das wohltätige Wirken von Frauen im Leben und Alltag der Familie“, sagt Katja Lämmerhirt. Sprichwörter wie „Essen hält Leib und Seele zusammen“ handeln davon.
Katja Lämmerhirt ist Erzählerin und Vorleserin aus Leidenschaft, vor allem, wenn es um Märchenliteratur geht. Die Diplom-Pädagogin ist Mitglied der Europäischen Märchengesellschaft. Sie wird Textausschnitte und ganze Märchen vorlesen und danach einen unterhaltsamen aber auch genauen Blick auf die Aufgaben der Märchenheldinnen und ihre Tätigkeiten werfen, die nicht ausschließlich durch Zauberei zu dem erwünschten Ziel gelangen.
Sabine Föster spielt auf verschiedenen Flöten Musik der Zeit, die die jeweilige Geschichte untermalen und begleiten.
Alte Märchenbücher und ihre Bilder werden bei vielen Gästen Erinnerungen wecken.
Der Salon „Frauenbilder“ ist eine Veranstaltungsreihe des LWL-Industriemuseums Zeche Nachtigall und ein spezielles Angebot insbesondere – aber nicht ausschließlich – für Besucherinnen. In der Atmosphäre eines Café -Salons werden Kurzvorträge, Lesungen, Bilder und Literatur angeboten, die in der Pause Anlass für einen entspannten Gedanken- und Informationsaustausch bieten. Getränke und Gebäck sowie passende Musik runden das Erlebnis ab. Es ist keine Anmeldung erforderlich, der Eintritt ist frei.
Parkplätze stehen auf dem Gelände zur Verfügung! Kontakt: Zeche Nachtigall, Witten, Nachtigallstraße 35, Tel. 02302-93664-0
Mail: zeche-nachtigall@lwl.org

Beginen in Bochum


Am 04.10.2012 feierte der Beginenhof in Bochum Richtfest! Herzlichen Glückwunsch. Nun ist das längeste und beschwerlichste Stück des Weges zurück gelegt. 
Ort: Kornharpener Straße 176, 44791 Bochum, Beginn: 16:00 Uhr 

Mit 94 Jahren verstarb Liselotte Funcke am 1. August 2012

Demokratie, Gerechtigkeit, Toleranz, Verständnis, Zukunftsorientierung, aber auch Kritik und das Streben nach Erkenntnis waren für die Politikerin Grundprinzipien ihres politischen Handelns.  Sie war eine außergewöhnliche Frau und eine ungewöhnliche Politikerin! Fast vergessen ist, dass sie mit den Jungdemokraten in NRW die ersten FRAUENHÄUSER durchsetzen konnte - gegen den erbitterten Widerstand ihrer eigenen Partei, der F.D.P. Mit klug gewählten Bündnispartnern und Bündnispartnerinnen wie Erwin Pfänder und Inge Donnep etablierte sie in NRW eine moderne Drogenpolitik, die dem Prinzip "Therapie statt Strafe" folgte. Als langjährige "Ausländerbeauftragte" der Bundesregierung entwickelte und vertrat sie eine Integrationspolitik, die ihrer Zeit weit voraus war. Sie erhielt dafür viele Ehrungen in der Türkei, in Jugoslawien, Spanien und Griechenland. Als Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages sprach sich die überzeugte Protestantin und Synodale der Evangelischen Kirche Deutschlands zu Beginn der 1970er Jahre nachdrücklich für die Änderung des § 218 aus. Sie gehörte zum harten Kern jener Reformstimmen, die eine Fristenlösung vertraten.  In Anerkennung ihrer "Verdienste um die Förderung der demokratischen Toleranz, der Gleichberechtigung der Geschlechter und des friedlichen und solidarischen Zusammenlebens von Einheimischen und Zugewanderten in der Bundesrepublik Deutschland" verlieh der damalige Fachbereich Erziehungs-, Sozial- und Geisteswissenschaften der FernUniversität in Hagen am 26. Mai 1999 der gebürtigen Hagenerin den Titel einer "Doktorin honoris causa".  Uta C. Schmidt / FRAUEN.ruhr.GESCHICHTE.

Birte Siim ist Marie-Jahoda-Gastprofessorin

Die dänische Politikwissenschaftlerin Professorin Dr. Birte Siim von der Aalborg University in Dänemark übernimmt die Marie-Jahoda Gastprofessur an der Ruhr-Universität in Bochum im Winter 2012. Mit Prof. Dr. Birte Siim konnte die Ruhr-Universität Bochum (RUB) eine der führenden internationalen Wissenschaftlerinnen im Bereich der vergleichenden Wohlfahrts-, Gender und Migrationsregimeforschung gewinnen. Ihre neusten Forschungsprojekte untersuchen die Debatten um Rechtspopulismusund kulturelle Diversitätin den skandinavischen Ländern. Indem Siim demokratietheoretische, feministische und intersektionale Ansätze zusammenführt, leistet sie wertvolle Beiträge weit über Skandinavien hinaus. So beforscht sie in dem aktuellen Projekt “Transformation of the Power of Gender – Similarity and Diversity in Modern Welfare Society” das widersprüchliche Verhältnis von geschlechtlicher Gleichstellung und den populistischen Ausgrenzungen gegenüber ethnischen und religiösen Minderheiten in Dänemark. Sie forscht außerdem in den Projekten “Gender, democracy and globalization - local, national and global identities“und „Solidarity beyond the Nation State“. Siim hat umfassend zu Demokratie, Inklusion und Exklusion nach Geschlecht und Migration in Europa veröffentlicht. Sie hat in zahlreichen EU-Forschungsprogrammen unterschiedliche europäische Geschlechter-, Klassen- und Staatsbürgerschaftsregime untersucht. Von 2005 bis 2009 war sie Direktorin des Forschungsprojekts “Changing Gendered Power Relations – equality and diversity in the modern welfare states“. Siim ist in der ECPR aktiv und leitet das feministische Forschungszentrum Aalborg FREIA. Prof. Siim wird im November 2012 in Bochum sein. Am 6.11. wird sie auf der internationalen Konferenz “Gleicher und ungleich zugleich” einen Vortrag zu „Migration, Multiculturalism and Gender - Challenges to Nordic Democracies“ halten. Die Konferenz findet vom 6. bis 7. November in Bochum statt und wird von der Marie-Jahoda Gastprofessur in Zusammenarbeit mit dem Gunda-Werner Institut Berlin, der Heinrich-Böll Stiftung NRW und der Research School der RUB organisiert. Prof. Siim wird gemeinsam mit Prof. Lenz das Seminar "Gender and Migration in EU-Welfare States" leiten. Das Seminar wird bilingual (englisch und deutsch) sein und steht interessierten Studierenden aller Fachrichtungen offen. Ganz besonders eingeladen sind Studierende aus den Genderstudies und den Kultur- und Sozialwissenschaften. Aktuelle Informationen zu weiteren Vorträgen von Birte Siim, zu ihrer Person und zur Marie-Jahoda Gastprofessur erhalten Interessierte auf der RUB-Homepage: www.sowi.rub.de/jahoda

1. Spatenstich für Beginenhof in Bochum

Am Montag, den 4. Juni 2012 um 16:00 wurde im Rahmen einer festlichen Zeremonie der erste Spatenstich für einen Beginenhof in Bochum begangen. Begine Sr. Brita Lieb bittet um eine Anmeldung zur Teilnahme unter sr.brita@familielieb.de 

Das Testament der Greta Bünichmann

Leben und Sterben einer Dienstmagd
Themenabend  im Stadtarchiv Münster: Das Testament der "Hexe" Bünichmann
Gerichtsprozesse wegen Zauberei sind in Münster zwischen 1552 und 1644 nachgewiesen. Greta Bünichmann, der letzten Frau, die deswegen zum Tode verurteilt wurde, gilt der Themenabend im Stadtarchiv. "Vom Leben und Sterben einer Dienstmagd" heißt es am Donnerstag, 22. März, um 18 Uhr. Besonders dabei im Fokus: 
Ihr wenig bekanntes Testament.
Die Ermittlungen gegen Bünichmann begannen Ende Mai 1635. Nach zweimaliger "peinlicher Befragung" ist ihr Schicksal besiegelt: 
Ihr Leidensweg führt am 23. Juni in den Feuertod.
In den Rats- und Kriminalprotokollen des Stadtarchivs ist dieser Fall sehr gut belegt. Historikerin Sabine Alfing, ausgewiesene Expertin der Hexenprozesse, blendet am Themenabend auf Verhöre, die Mühlen der Justiz und Urteile des Stadtrates in Münster - auch im Vergleich zu den Hexenprozessen im Umland. 
Vor allem aber stellt sie den Nachlass der Greta Bünichmann vor und erzählt aus dem Leben der Dienstmagd aus dem Überwasserviertel. Dazu zeigt das Stadtarchiv die Originalquellen zu diesem Fall aus dem 17. Jahrhundert.
Donnerstag, 22. März, um 18 Uhr.
Der Eintritt in das Stadtarchiv, An den Speichern 8, ist frei.
Stadtarchiv Münster
An den Speichern 8
48157 Münster
Tel.: 02 51/4 92-47 01
Fax: 02 51/4 92-77 27
E-Mail: archiv(at)stadt-muenster.de

Internationaler Frauentag in Essen

Anlässlich des Internationalen Frauentags 2012 waren im Essener Rathausfoyer zwei Ausstellunge zu sehen: "Die vergessenen Frauen - Arbeitsmigratinnen der ersten Zuwanderungsgeneration im Ruhrgebiet", eine Ausstellung der Stadt Dinslaken für die Kulturhauptstadt RUHR.2010, und die Ausstellung "Frauen machen Geschichte", die Essener Gewerkschaftsfrauen im Zuge ihres historischen Stadtrundgangs erarbeitet haben. Eröffnung: 8. März 2012, 17:00 Uhr, Rathausfoyer Essen. Eintritt frei.  Grußworte: Rudolf Jelinek / 1. Bürgermeister, Gerda Kassner /
Gleichstellungsbeauftragte Einführung "Frauen machen Geschichte" - Claudia Butta / DGB-Frauen
Canlı Radyo
Einführung "Die vergessenen Frauen" - Yasemin Yadigaroglu und Margareta Spajic Die Ausstellung ist im Rahmen der Öffnungszeiten des Rathausfoyers bis Freitag, den 16. März 2012 zu sehen.

Klaus-Peter Dreßel ist verstorben.

Klaus-Peter Dreßel hat FRAUEN.ruhr.GESCHICHTE. in die Geschichte des Ruhrkampfes in Bergkamen und Umgebung eingeführt. Unsere Porträts zu Auguste Herr und zu Maria Niggemeier basieren auf seinen umfangreichen Forschungen. 

Trauer

Als wir für FRAUEN.ruhr.GESCHICHTE. zu Hilde Hauck forschten, unterstützte uns ihre Tochter Isa Nigge mit Erzählungen, Familienfotos und Hinweisen. Nun erfuhren wir von Franz Josef Nigge, dass seine Frau am 25. Juni 2011 verstorben ist. Isa Nigge setzte als Vorstandmitglied des Internationalen Rombergpark-Kommitees die antifaschistische Arbeit ihrer Mutter fort. Siehe dazu das Porträt von Hilde Hauck. 

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit

Grete Prill war eine der "Heinze"-Frauen, die um gleichen Lohn für gleiche Arbeit kämpften: Mehr dazu unter  http://www.frauenruhrgeschichte.de/frauenregion/personen/personen-single/?tx_frgdatabases_pi1[showUid]=15.

Der Westdeutsche Rundfunk widmete dem Arbeitskampf einen Beitrag in seiner Sendung "Daheim und Unterwegs".