LWL-Industriemuseum

Das LWL-Industriemuseum verfolgt einen lebensgeschichtlichen Ansatz und arbeitet seit der Gründung mit Befragungen von Gewährspersonen. Dabei wurden in der Aufbauphase zahlreiche Gespräche mit ehemaligen Betriebsangehörigen und ihren Ehepartnern geführt sowie mit den Vorbesitzern und –besitzerinnen der erworbenen Exponate. Heute spielen Gespräche mit ZeitzeugInnen bei der Konzeption und Umsetzung von Wechselausstellungen eine große Rolle. In letzter Zeit übernommen wurde ein Bestand von lebensgeschichtlichen Interviews mit ehemaligen Mitarbeiterinnen der Henrichshütte in Hattingen.

Unter den mittlerweile befragten Frauen finden sich Arbeiterinnen und Unternehmerinnen aus den im Museum vertretenen Branchen (Bergbau und Stahl, Textil und Bekleidung, Ziegel und Verkehr) sowie „mithelfende Familienangehörige“, z. B. die Ehefrauen von Binnenschiffern, Wanderzieglern oder Kleinzechenbesitzern. Neben Einheimischen wurden auch Zuwanderinnen befragt: Arbeits- und Zwangsmigrantinnen, Flüchtlinge und Vertriebene.

Die meisten Interviews unterliegen einer eingeschränkten Nutzung; Auszüge sind in den Publikationen des Museums sowie in Audio- oder Videoinstallationen vor Ort zugänglich.

Kontakt:
Dr. Olaf Schmidt-Rutsch
Wiss. Referent
LWL-Industriemuseum
Grubenweg 5
44388 Dortmund
Fon: 0231-6961-134
Fax: 0231-6961-114