Adressen in Oberhausen

LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen
Die LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen ist ein Ausstellungshaus für Kunst von internationalem Rang. In den großzügigen Räumen der klassizistischen Schlossanlage werden unter drei Hauptfragestellungen Leihgaben aus aller Welt präsentiert:

Die Sammlung Ludwig
eine der umfassendsten Privatsammlungen, wird hier unter ungewöhnlichen und übergreifenden Themenstellungen (Götter, Helden und Idole; Welt der Gefäße; Der gedeckte Tisch) vorgestellt.

Die populäre Galerie
widmet sich der Präsentation von Illustration, Plakatkunst, Karikatur, Comic, Fotografie u.ä.

Die Landmarkengalerie
beschäftigt sich mit dem Strukturwandel der Region und stellt diesen in einen internationalen Kontext.

Zum Kulturhauptstadtjahr stehen drei große Ausstellungen in diesem Spannungsfeld, in denen zahlreiche Angebote Kunst und Geschichte beleuchten:

Zwischen Kappes und Zypressen
Gartenkunst an Emscher und Ruhr
21. Februar bis 24. Mai 2010

Zu[m] Tisch!
Meisterwerke aus der Sammlung Ludwig
von der Antike bis Picasso, von Dürer bis Demand
13. Juni bis 12. September 2010
 
Janosch
Panama und andere Welten
26. September 2010 bis 9. Januar 2011
LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen
Konrad-Adenauer-Allee 46
46047 Oberhausen
LVR-Industriemuseum, Schauplatz Oberhausen, Museum.Eisenheim
Das Museum.Eisenheim des Landschaftsverbands Rheinland erzählt die Geschichte der ersten Werkssiedlung des Ruhrgebiets. Neben der historischen Entwicklung der Siedlung wird in erster Linie das Leben in Eisenheim thematisiert, bei dem den Frauen die größte Bedeutung zukam. Arbeiteten die Männer im Stahlwerk, so waren es die Frauen, die das Vieh und den Garten versorgten, die die Kinder erzogen und die durch die Verpflegung von Schlafburschen noch ein Zubrot für die Familien hinzuverdienten. Die Enge der Wohnungen bei zumeist großen Familien machte diese Arbeit besonders schwer.
LVR-Industriemuseum, Schauplatz Oberhausen, Museum.Eisenheim
Berliner Straße 10 a
46117 Oberhausen
LVR-Industriemuseum, Schauplatz Oberhausen, St. Antony-Hütte
Die St. Antony-Hütte was das erste Hüttenwerk im Ruhrgebiet. 1758 wurde hier der erste Hochofen der Region in Betrieb genommen. Die Geschichte der Gründung und der Entwicklung dieser "Wiege der Ruhrindustrie" ist voll von Skandalen und Besonderheiten: Bestechungen, Schießereien und Betrügereien kamen hier vor. Wenn auch auf der Hütte fast ausschließlich Männer arbeiteten, so nahmen im Hintergrund doch einige Frauen auf das Schicksal der Hütte Einfluss. Nicht nur die Essener Äbtissin Maria Kunigunde und Helene Amalie Krupp haben ihre Spuren hinterlassen. Zumindest für den Beginn der Industrialisierungsgeschichte des Ruhrgebiets waren es nicht nur Männer, die an Werksgründungen beteiligt waren.
LVR-Industriemuseum, Schauplatz Oberhausen, St. Antony-Hütte
Antoniestraße 32-34
46119 Oberhausen
LVR-Industriemuseum, Schauplatz Oberhausen, Schwer.Industrie
Die Ausstellung Schwer.Industrie in der früheren Zinkfabrik Altenberg am Westausgang des Hauptbahnhofs von Oberhausen erzählt die Geschichte der Eisen- und Stahlindustrie der Region. Die Geschichte beginnt mit der Gründung der ersten Eisenhütten im Ruhrgebiet und führt die Besucher durch über 200 Jahre bis zum Strukturwandel der Gegenwart. Es geht nicht nur um die Geschichte von Wirtschaft und Technik, sondern auch um die Sozial- und Politikgeschichte einer Branche und Region.

Auch wenn die Eisen- und Stahlwerke eine Männerwelt waren, so spielten dorch auch die Frauen eine wichtige Rolle sowohl innerhalb als auch außerhalb der Fabriken. Dieser Rolle widmet sich eine Themenführung durch die Ausstellung mit dem Titel: "Männersache? Rollenbilder in der Arbeitswelt der Schwerindustrie". Eine weitere Spezialführung widmet sich dem Themenfeld Migration.
LVR-Industriemuseum, Schauplatz Oberhausen, Schwer.Industrie
Hansastraße 20
46049 Oberhausen
PETEK – Business-Netzwerk Migrantinnen
Denkt man an die Migrantenökonomie, werden damit in der Regel ausschließlich Männer in Verbindung gebracht. Diese werden dann häufig als einzige Vertreter des ethnischen Unternehmertums wahrgenommen. 
Sowohl die Literatur als auch die zahlreichen Unternehmerprofile in Medien und Forschung erwecken den Anschein, die Migrantenunternehmerlandschaft sei eine frauenfreie Zone. Dabei nimmt die Zahl der Unternehmerinnen mit Migrationshintergrund stetig zu. Die Zuwachsraten von Frauen an den Selbständigen sind deutlich höher als die der Männer. So wird seit einigen Jahren von einem regelrechten „Gründerinnenboom“ gesprochen.
Bereits 22% aller türkischstämmigen Selbständigen sind Frauen. Besonders in der zweiten und dritten Generation gründen immer mehr Migrantinnen erfolgreich eine eigene Existenz. Mit der Selbständigkeit erfüllen sie sich entweder ihren Wunsch nach ökonomischer Unabhängigkeit oder suchen auf diese Weise den Weg aus der Arbeitslosigkeit. Doch diese Entwicklungen werden sehr häufig übersehen.
Nach wie vor konzentriert sich die Wahrnehmung der türkischen Frau in der medialen Öffentlichkeit auf erschreckende Meldungen über Zwangsheirat, familiäre Gewalt oder Ehrenmorde. Dass viele türkischstämmige Migrantinnen auch Erfolge erzielen, über eine gute Schul- und Berufsausbildung verfügen und ihr Leben selbstbestimmt und selbstbewusst meistern, findet kaum Beachtung bzw. wird häufig übersehen. Entstehung
Bisher gab es zwischen den Migrantinnenunternehmen und den Kommunen und den lokalen und regionalen Wirtschaftsförderern keine kontinuierliche Zusammenarbeit. Dies liegt unter anderem auch daran, dass die von Migrantinnen geführten Unternehmen bisher wenig vernetzt sind. Die Unternehmerinnen fühlen sich in den bestehenden Netzwerkstrukturen nur wenig aufgehoben und sind daher nur vereinzelt in Verbänden und Netzwerken anzutreffen. Sie bewegen sich häufig ausschließlich in ihren eigenen, unmittelbaren Geschäftskreisen, die sich meistens nur aus den direkten Geschäftspartnern (Kunden bzw. Lieferanten) zusammensetzen. Infolgedessen fehlen den Migrantenunternehmerinnen die Möglichkeiten eines Erfahrungsaustausches mit Gleichgesinnten.
Auf diese Situation einer fehlenden Vertretung und Möglichkeiten des Erfahrungsaustausches unter Gleichgesinnten haben nun die ReTra - die Regionalen Transferstellen zur Förderung selbständiger Migranten in NRW im Zentrum für Türkeistudien – in Zusammenarbeit mit 8 Unternehmerinnen türkischer Herkunft mit einer Initiative zur Förderung selbständiger Migrantinnen reagiert. Der dringendste Handlungsbedarf wird dabei in der Entwicklung einer Strategie zur gezielten Ansprache und Unterstützung der Unternehmerinnen mit Migrationshintergrund gesehen.
Diese Zusammenarbeit unter der Koordination durch die ReTra mündete im Juni 2005 in der Gründung des bundesweit bisher einmaligen Netzwerkes „PETEK Businessnetzwerk Migrantinnen“. PETEK ist überzeugt, dass eine Vernetzung zu neuen Ideen und Anregungen und damit auch zu einem Austausch führt, der wiederum Entwicklungen und Wachstum ermöglicht.
Bereits nach kurzer Zeit macht das Netzwerk PETEK den Umfang, die Leistung und damit auch den Stellenwert unternehmerischer Gestaltungskraft von Migrantinnen sowie ihren Beitrag zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen deutlich. Die Unternehmerinnen wollen beruflich mehr erreichen als die klassischen Frauenberufe dies ermöglichen Die Gründerinnen des Netzwerks, die aus acht Unternehmerinnen und einer Mitarbeiterin der ReTra - als Koordinierungsstelle - bestehen, kommen aus den verschiedensten Branchen. Viele haben studiert und sind jetzt im Vertrieb, im Veranstaltungsmanagement oder in der IT Branche. Sie legen Wert darauf, dass sie nicht der klassischen ethnischen Ökonomie angehören, sondern sich in den gleichen Märkten wie ihre deutschen Konkurrentinnen und Konkurrenten bewegen. Ziele und Handlungsansätze
Erklärtes Ziel von PETEK ist es, die Wirtschaftskraft der Unternehmerinnen mit Migrationshintergrund zu stärken und sichtbar zu machen. Zudem sollen durch den Ausbau ihrer wirtschaftlichen Potenziale und ihrer unternehmerischen Aktivitäten wichtige Akteure in der Wirtschaft, Politik und Forschung für die zunehmende Bedeutung von Migrantinnen als aktiven Wirtschaftsfaktor sensibilisiert werden.
Zudem soll die Zusammenarbeit zwischen den Unternehmerinnen und den Institutionen der Wirtschaftsförderung intensiviert und durch zusätzliche Kooperationen sollen Synergien entwickelt werden.
Die wichtigste Aufgabe von „PETEK Businessnetzwerk Migrantinnen“ ist es, mehr positive unternehmerische Beispiele und weibliche Vorbilder zu schaffen, um auch andere Frauen zu ermutigen, eigene Existenzen zu gründen.
Hiermit soll auch erreicht werden, bestehende kulturelle Vorurteile und Stereotypen zu identifizieren, die das Bild der Migrantinnen in der medialen Öffentlichkeit prägen. Die positiven Vorbilder sollen einen Beitrag dazu leisten, das in der öffentlichen Diskussion das Bild der Migrantinnen reflektiert und Klischees überwunden werden. 
Wesentliche Ziele des „Businessnetzwerk der Migrantinnen“ im Überblick: - Wirtschaftliche Unterstützung selbständiger Migrantinnen in Deutschland
- Bildung eines Sprachrohrs selbständiger Migrantinnen zur gezielten Interessensvertretung
- Lobbyarbeit
- Austausch von Informationen
- Unterstützung für Neugründerinnen
- Mitbestimmung des Migrantinnenbildes in Medien und Öffentlichkeit Zur Erreichung dieser Ziele wird das Netzwerk eine Reihe von Veranstaltungen organisieren. Diese können Seminare, Einzelworkshops, Vorträge und größere Tagungen zu aktuell anstehenden Themen der Migrantinnenunternehmen beinhalten. Damit will PETEK zum gezielten Wissenstransfer und zur Bündelung der Fachkompetenz von Unternehmerinnen beitragen. 
Außerdem macht sich das Netzwerk zur Aufgabe, gezielte Öffentlichkeitsarbeit zu leisten. Darüber hinaus bietet PETEK über diesen Online-Service Migrantinnen bundesweit die Möglichkeit, voneinander zu erfahren, wie Geschäftsideen erfolgreich umgesetzt und dadurch Wettbewerbsvorteile erzielt werden können. Durch die Präsentation erfolgreicher Beispiele möchte das Netzwerk hier ermutigen, wirtschaftliche Chancen für Ihre Unternehmen zu nutzen. Dieses Online-Service soll dazu praxisnahe Hilfestellung bieten und für die Migrantinnen die Möglichkeit eröffnen, Erfahrungen mit anderen Unternehmerinnen auszutauschen.
PETEK – Business-Netzwerk Migrantinnen
Birnur Öztürk
Essener Str. 5, TZU IV
46047 Oberhausen