Adressen in Dortmund

Aschenpuettel.com
Künstlerin, Fotografin aus dem Ruhrgebiet, die seit 10 Jahren u.a. Familien auf ihren Sofas im Wohnzimmer ablichtet.
Aschenpuettel.com
Eva Horstick-Schmitt
Kleiner Waldhausweg 16
44229 Dortmund
Deutsches Kochbuchmuseum
Im Mittelpunkt des Museums steht die bekannte Kochbuch-Autorin Henriette Davidis, die von 1856-1876 in Dortmund lebte. Ihre Kochbücher waren im 19. Jahrhundert nicht nur Rezeptsammlungen, sondern auch praktische Ratgeber für den Haushalt. Damit verraten sich Kochbücher auch als Geschichtsbücher: Gesellschaftsleben und Küchentechnik, Sozialunterschiede und Tischkultur formen sich zu anschaulichen Bildern ihrer Zeit. Die Kochbücher der Henriette Davidis orientieren sich am gesellschaftlichen Leitbild der christlichen, bürgerlichen Familie und beschreiben die daraus abgeleiteten, streng reglementierten Lebensweisen für Frauen und Männer. Nicht Kochbücher allein, auch Puppenküchen, Herde und viele andere historische Küchengeräte geben Einblicke in das Leben von Mädchen und Frauen im 19. Jahrhundert. Gezeigt werden die Veränderungen in der Küchentechnik bis 1960. Und dabei erweist sich: Es wird längst nicht alles neu gerührt. Viele Ideen Henriette Davidis haben auch noch heute Bestand, erleben gar eine Renaissance oder werden neu interpretiert - sicher nicht immer im Geist der legendären Kochbuchautorin. Ein Backhaus und ein Kräutergarten, angelegt nach historischen Vorbildern, runden die Angebote der Buschmühle zur Kulturgeschichte des Kochen, Essens und Trinkens ab.
Deutsches Kochbuchmuseum
Christine Abraham (konzeptschmiede-do)
Westfalenpark/An der Buschmühle
44139 Dortmund
Museum für Kunst und Kulturgeschichte
Die Abteilung "Vom Sonn- und Alltag" des Museums zeigt u.a. auch das ländliche Leben vergangener Zeiten, häufig als "gute alte Zeit" verherrlicht. Tatsächlich war das tägliche Leben von Bäuerinnen und Bauern eingezwängt in Sitten und Bräuche sowie bestimmt von der berschwerlichen Beschaffung des Lebensunterhalts.
Museum für Kunst und Kulturgeschichte
Christine Abraham (konzeptschmiede-do)
Hansastr. 3
44137 Dortmund
Stadt Dortmund - Frauenbüro
Aufgabenbereiche des Frauenbüros Der Weg ist das Ziel ... Das Frauenbüro hat das Ziel, den gesetzlichen Auftrag der Gleichstellung von Frau und Mann umzusetzen und auf die tatsächliche Chancengleichheit in der Lebensgestaltung hinzuwirken. Wir schaffen Strukturen zur Umsetzung der Gleichstellung auf kommunaler Ebene.
Stadt Dortmund - Frauenbüro
Ursula Bobitka
Friedensplatz 1
44122 Dortmund
Internationaler Frauentag 2010
Die Veranstaltung zum Internationalen Frauentag im Dortmunder Rathaus hat längst einen festen Platz im Kalender zahlreicher Frauen. In diesem Jahr findet sie am Montag, 8. März, ab 16.30 Uhr (Einlass 15.30 Uhr) statt. Sie wird durch Bürgermeisterin Birgit Jörder und die Gleichstellungsbeauftragte Brigitte Wolfs eröffnet. Bevor es in die 13 Foren geht, präsentieren die „Kratzbürsten“ ihr politisches Programm „Wenn ich Königin von Deutschland wär...“. Die Themenpalette der Foren berührt verschiedenste Alters- und Lebensphasen von Frauen. Ethischen und medizinischen Fragen rund um die „Eilzellspende“ oder Fragen von „Gender und Schule“ werden ebenso thematisiert wie die „Weltfrauenkonferenz 2011 in Venezuela“ und das Kulturhauptstadt-Projekt „Frauen.Ruhr.Geschichte“. Auch eine Schreibwerkstatt und kreative Begegnungen mit dem „Glück“ werden angeboten. Für die Foren und für die Kinderbetreuung im Kinder-Citytreff ist eine schriftliche Anmeldung bis zum 26. Februar erforderlich. Anmeldeformulare und das Programm gibt es im Internet unter www.dortmund.de/frauenbuero. Der Flyer kann auch telefonisch unter der Rufnummer 50 – 2 33 00 oder per E-mail unter frauenbuero@dortmund.de angefordert werden. Die Veranstaltung wird unter der Federführung des Frauenbüros in Zusammenarbeit mit zahlreichen Frauenverbänden und -einrichtungen sowie engagierten Dortmunderinnen durchgeführt. (Stadt-Pressedienst vom 18.02.2010, Kontakt: Dagmar Papajewski)
Ausstellung
"duktus", Künstler im RuhrRevier, nennt sich eine seit dem Jahr 2006 in Dortmund arbeitende Gruppe, die auf internationaler Ebene Werke der Bildhauerei, Malerei, Objektkunst, Fotografie und Installation schafft und ausstellt. Auf dem Werksgelände der Westfalenhütte hat sie Versammlungsort und Atelierhaus gefunden. Hier erlebten die Künstlerinnen hautnah den Abbau der Kokerei, die Sprengung der Türme, den „Schichtwechsel“ und den für die Region exemplarischen Wandel mit, der in vielfältigen Arbeiten stets mit „weiblichem Blick“ besonderen künstlerischen Ausdruck fand. Daraus ist eine der aktuellsten und spannendsten Ausstellung zeitgenössischer „weiblicher Ruhrkultur-Kunst entstanden, zu der „duktus“, das Dortmunder Frauenbüro und der CineStar herzlich einladen. Barbara Abendroth, Metall-Bildhauerin Beate Bach, Diplom-Designerin Brigitte Bailer, Malerin und Objektkünstlerin Petra Bettina Eckardt, Malerin Ilse Hilpert, Materialkünstlerin Eva Horstick-Schmitt, Foto-Designerin Anschi Pohlmann, Malerin Angela Möllenbeck, Malerin Tanja Melina Moszyk, Diplom-Designerin SARIDI, Bildhauerin Britta Steinmann, Malerin und Grafikerin
Frauenfilmnacht
Die Frauenfilmnacht – eine Kooperation des Frauenbüros der Stadt Dortmund, dem CineStar Dortmund und dem Internationalen Frauenfilmfestival Dortmund|Köln im Rahmen der Dortmunder Local-Hero-Woche - zeigt Filme über Dortmund, die von Frauen oder über Frauen gemacht sind. Um den „weiblichen Blick“ zu verdeutlichen, werden auch die Filmemacherinnen und Regisseurinnen vorgestellt. Besondere cineastische Leckerbissen sind die aus dem umfangreichen Gesamtwerk ausgewählten Beispiele der 1981 verstorbenen Elisabeth Wilms, besser bekannt als „filmende Bäckersfrau“. Mindestens gleich spannend ist der Stadtporträt-Film „Faces: Dortmund“ (2009), den die Regisseurin Fu Qiong nicht nur durch die weibliche, sondern auch durch die chinesische Sichtweise humorvoll prägt. Elisabeth-Wilms-Filme - Moderation und Einführung: Hanne Hieber Faces:Dortmund - Moderation: Internationales Frauenfilmfestival Dortmund|Köln CineStar Dortmund Steinstr. 44 44147 Dortmund Montag, 10.05.2010, 18:00 Uhr
Preisgekrönter Dokumentarfilm
"Losers and Winners" - Die im Jahr 2000 stillgelegte Dortmunder Kokerei Kaiserstuhl war Europas modernste Anlage. Im Jahr 2003 bauten Dortmunder und chinesische Arbeiter ab, was Stück für Stück in Zaozhunang/China neu errichtet wurde. 2006 wurde der erste Koks gedrückt, mit großen Problemen. Da fehlte hier die Anlage – Koks fehlte weltweit. Ulrike Franke, gebürtige Dortmunderin, und Michael Loeken haben einen herausragenden Dokumentarfilm über den 18-monatigen Abbau der Kokerei Kaiserstuhl und das Aufeinanderprallen deutscher und chinesischer Arbeitskulturen gedreht. Akribisch, sensibel gehen sie der Frage nach, wo Gewinner, wo Verlierer sind. Die einen verlieren die Gegenwart, was den anderen die Zukunft werden soll? Der preisgekrönte Film „Losers and Winners“ nähert sich diffizilen Antworten... CineStar Dortmund Steinstr. 44 44147 Dortmund Dienstag, 11.05.2010, 18:00 Uhr Eintrittspreis: 5,00 € Kartenvorverkauf: Ab 12.04.2010 im CineStar (nur dort) Online-Kauf zzgl. 10 % Systemgebühr möglich unter www.cinestar.de Keine Platzreservierung Kontakt/Informationen: F: (0231) 50 – 2 33 00, E-Mail: frauenbuero@dortmund.de www.frauenbuero.dortmund.de Moderation: Internationales Frauenfilmfestival Dortmund|Köln Nach dem Film: Filmgespräch mit Ulrike Franke und Michael Loeken, Regisseurinnen des Films
Frauenkinoabend 2010
Zum traditionellen Kino- und Gesprächsabend für Frauen lädt das Frauenbüro der Stadt Dortmund für Montag, den 15. März 2010, 18.00 Uhr, ins CineStar ein. In diesem Jahr steht mit dem Film „Auf der anderen Seite des Bettes“ mit Sophie Marceau und Dany Boon eine charmante, französische Komödie auf dem Programm. Sophie Marceau ist seit „La Boum-Die Fete“ fester Bestandteil der französischen Filmlandschaft und Dany Boom ist nach dem großen Erfolg von „Willkommen bei den Sch'tis“ in Frankreich ebenfalls ein absoluter Topstar. In der Ehe von Ariane und Hugo kriselt es. Um die drohende Trennung zu verhindern, beschließen die beiden einen radikalen Rollentausch. Hugo bleibt zu Hause, während Ariane sich ins Büro begibt. Wie mag es wohl auf der anderen Seite des Bettes aussehen? Das Traumpaar Marceau und Boon schafft es, dem beliebten Thema mit Witz und Charme neues Leben einzuhauchen. Der Vorverkauf beginnt am Montag, den 15. Februar 2010, an den Kinokassen des CineStar, Steinstr. 22, 44147 Dortmund (nur im CineStar). Auf der Homepage des Cinestar www.cinestar.de können die Tickets auch online gebucht werden. Der Sonder-Eintrittspreis beträgt 6 €. Für gute Laune sorgen neben dem Film auch Sonderpreise für die Getränke im Kino und für das Büffet im China-Restaurant „Yangtse“. Weitere Informationen unter www.frauenbuero.dortmund.de oder telefonisch unter 0231/50-2 33 00.
Frauenbranchenbuch für Dortmund "Kompetenz ganz nah"
In dem Frauenbranchenbuch für Dortmund, das seit 2007 jährlich erscheint, präsentieren sich rund 100 Dortmunder Unternehmerinnen. Ein Nachschlagewerk in Buchform und im Web für die Suche nach Anbieterinnen und Kooperationspartnerinnen in unterschiedlichen Branchen.
Frauenbranchenbuch für Dortmund "Kompetenz ganz nah"
Beate Fleck
Am Gemeindehaus 12
44225 Dortmund
DASA - Arbeitswelt Ausstellung
DASA-Führung Arbeitsschutz aus Frauensicht Die Arbeitswelt stellt sich für Frauen und Männer aufgrund unterschiedlicher Rollenzuweisungen nach wie vor unterschiedlich dar. Die DASA-Frauenführung informiert Frauen über die Unterschiede, die es in der Geschichte gab und welche es heute noch gibt. Gleichzeitig bietet sie einen Raum, sich dem Thema aus ihren eigenen Erfahrungshintergrund (der oft eben nicht derselbe ist, wie der von Männern) zu nähern. Programmdauer: 90 Min. Teilnehmerzahl: max. 20 Personen Kosten: 41 Euro
DASA - Arbeitswelt Ausstellung
Infotheke, DASA-Rotunde
Friedrich-Henkel-Weg 1-25
44149 Dortmund
LWL-Industriemuseum, Zeche Zollern II/IV
Prunkvolle Backsteinfassaden und opulente Giebel mit Zinnenkranz und Ecktürmchen rund um den grünen Ehrenhof erinnern auf den ersten Blick eher an eine Adelsresidenz als an eine Schachtanlage, auf der Kohle gefördert wurde. Genau dies war Teil der Bauidee. Heute ist das "Schloss der Arbeit" im Westen Dortmunds zweifellos eines der schönsten und außergewöhnlichsten Zeugnisse der industriellen Vergangenheit in Deutschland. Kaum mehr vorstellbar ist heute, dass das Ensemble nach der Stillegung in den 1960er Jahren zugunsten einer Schnellstraße abgerissen werden sollte. Wichtigstes Objekt im Kampf um den Erhalt war die Maschinenhalle mit dem eindrucksvollen Jugendstilportal – heute eine Ikone der Industriekultur. Der Erhalt des Vorzeige-Baus aus Stahl und Glas 1969 rettete nicht nur die gesamte Anlage, sondern markiert gleichzeitig auch den Beginn der Industriedenkmalpflege in Deutschland. Doch in unserem Museum der Sozial- und Kulturgeschichte des Ruhrbergbaus sind Glanz und Repräsentationskultur der Steinkohlenbergwerke nur eine von vielen Facetten. Unsere Ausstellungen führen Sie in eine Welt harter Arbeitsbedingungen, die wir exemplarisch an Lebensläufen von Männern und Frauen veranschaulichen. Frauen- und Geschlechtergeschichte findet sich in unserer Dauerausstellung: ‚ÄûKeine Herrenjahre. Arbeit und Freizeit im Revier“ Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden viele Jugendliche aus anderen Bundesländern, insbesondere aus den Flüchtlingsaufnahmeländern, als Berglehrlinge angeworben. Da die meisten minderjährig waren, brachte man sie in Berglehrlingsheimen und Pestalozzidörfern unter. In den Heimen unterstützten teilweise examinierte Sozialarbeiterinnen als mitarbeitende Heimleiterehefrauen ihre Männer bei der Betreuung der Jugendlichen, in den Pestalozzidörfern versorgten sie als Hausmütter Haushalte, in denen neben der eigenen Familie noch sechs fremde Jugendliche lebten. Dafür erhielten die Frauen ein „Putzfrauengehalt“ oder eine Aufwandsentschädigung, nicht aber einen Lohn, auf dessen Grundlage sie eigene Rentenansprüche hätten aufbauen können.  ‚ÄûSauber und gesund“ In der ehemaligen Waschkaue dokumentiert das Museum neben der Arbeit des Kauenwärters auch die der Bergarbeiterfrau, die jahrzehntelang sonntags die Arbeitskleidung ihres Mannes und ihrer Söhne waschen, trocknen und flicken musste. Da diese Wäsche in der Regel nicht nur schmutzig, sondern auch fettig war, erforderte das Waschen einen Kraftaufwand, der dem des Bergmanns unter Tage durchaus nahe kam. Waschvollautomaten verbreiteten sich in der Arbeiterschaft erst in den 1970er Jahren. Da hatte die Industriegewerkschaft Bergbau und Energie bei der Gründung der Ruhrkohle AG (RAG) 1969/70 bereits durchgesetzt, dass die Betriebe sich nun um die Reinigung und Instandhaltung der Arbeitskleidung der Bergleute zu kümmern hatten.  ‚ÄûWege der Kohle“ - Ausstellungseinheit zum Thema Frauenarbeit auf einer Zeche Die Ausstellungseinheit verdeutlicht an biografischen Dokumenten und Filmausschnitten, dass Frauen in der Aufbereitung und Veredelung der Kohle in Kriegs- und Krisenzeiten ihren festen Platz hatten. Wir erinnern an deutsche und an zur Arbeit gezwungene Frauen aus besetzten Ländern im Ersten Weltkrieg. Frauen- und Geschlechtergeschichte in Führungen: Themenführung „Kein leichtes Los – Frauen auf Zollern. Bergmannsfrauen – Tagesarbeiterinnen – Küchenhilfen“ Die Ausstellung macht sichtbar, welche Bezüge Frauen zum Bergbau hatten: als Ehefrau eines Bergmanns und Mutter oft vieler Kinder, als Tagesarbeiterin in der Produktion, als Küchenhilfe und als Angestellte in qualifizierten Berufen der Zechenverwaltung. Die Führung porträtiert das Leben der Frauen zwischen Kolonie und Pütt, das eingeschränkt war von engen finanziellen Spielräumen und angetrieben wurde von der Maxime: Auskommen, Durchkommen, Weiterkommen. Zeit: siehe aktuellen Veranstaltungskalender Themenführung:„Verkohlt und Veräppelt“ Selbstversorgung der Bergarbeiterfamilien im Ruhrgebiet. Thema dieser Führung ist die Versorgung der Bergarbeiterfamilien mit Lebensmitteln, die im eigenen Garten erwirtschaftet wurden. Neben Haushalt und Kindererziehung war dies eine der wichtigsten Aufgaben der Frauen, sicherten sie doch mit ihrer Arbeit zu einem erheblichen Anteil die Existenz der Familie. Gerade in Kriegs- und Notzeiten waren Kartoffeln, Möhren und Bohnen aus dem Garten überlebenswichtig. Zeit: siehe aktuellen Veranstaltungskalender
LWL-Industriemuseum, Zeche Zollern II/IV
Cordula Obergassel
Grubenweg 5
44388 44388 Dortmund
Museum für Naturkunde
Vom Urpferdchen bis zum Bergwerk
Seit mehr als 90 Jahren ermöglicht das Museum für Naturkunde den Besuchern zahlreiche Einblicke in die Vielfalt der Natur. Die Auswahl ist groß und reicht von lebensgroßen Sauriern, einem Urpferd, einem Schaubergwerk mit farbenprächtigen Kristallen und Mineralien über die heimische Tier- und Pflanzenwelt bis hin zu Terrarien mit Geckos oder Vogelspinnen. 
Museum für Naturkunde
Münsterstr. 271
44145 Dortmund
"Ainu erzählt …" - Leben und Alltag der Frau in der Steinzeit
16. Mai - 26. September 2010
SONDERAUSSTELLUNG Einer der bedeutendsten Einschnitte in der Geschichte der Menschheit vollzog sich an der Wende vom Mesolithikum zum Neolithikum im Nahen Osten. Bis dahin lebten die Menschen als nicht-sesshafte Wildbeuter. Nahrung und andere lebenswichtige Rohstoffe beschafften sie sich durch Jagen und Sammeln. Vor erst 10.000 Jahren wurden sie sesshaft und betrieben Ackerbau und Viehzucht. Mit dem Wechsel von der aneignenden zur produzierenden Wirtschaftsform begann eine gezielte und durchgreifende Veränderung der Umwelt durch den Menschen und ein deutlicher Bevölkerungsanstieg.
In den Rekonstruktionen steinzeitlichen Lebens scheinen Männer die Hauptakteure zu sein. Frauen dagegen wird meist nur eine Statistenrolle zugewiesen. Die heutigen Vorstellungen über ihr Leben, ihren Alltag und ihre gesellschaftliche Wertigkeit spiegeln oft nur die gegenwärtigen gesellschaftlichen Verhältnisse wider. Stereotypen, wie sie aus historischer Zeit oder der Gegenwart bekannt sind, werden voreilig auch auf steinzeitliche Kulturen übertragen. Anlass genug, anhand zahlreicher Ausstellungsstücke ein Stück steinzeitlicher Alltagswirklichkeit lebendig werden zu lassen, in der besonders die Rolle der Frau berücksichtigt wird. Im Vergleich zweier grundsätzlich verschiedener Lebensweisen der Steinzeit, der wildbeuterischen des Jungpaläolithikums und der bäuerlichen des Neolithikums, zeigen Exponate und Inszenierungen, wie Umwelt und Lebensstrategien das Arbeitsleben der Frauen und ihre gesellschaftliche Wertigkeit prägten. Begleitet wird der objektive Ausstellungsdiskurs von einer fiktiven Erzählebene, in der zwei Frauen – Ainu, die Wildbeuterin, und Lara, die Bäuerin – zu Wort kommen und aus ihrem Leben berichten.
Führungen für Schulklassen und Kindergruppen (Di–Fr) können unter Tel. 0231 50-24856 gebucht werden.