Adressen in Dorsten

Gleichstellungsstelle Dorsten
‚ÄûWir möchten die Frauen einladen, sich einzumischen, mitzumachen und zu engagieren“- dies ist das Motto des Gleichstellungsbüros Dorsten.  
Gleichstellungsstelle Dorsten
Vera Konieczka
Haltener Straße 5
Dustinas Töchter
Historischer Frauenstadtrundgang (nicht nur für Frauen) Frauen mach(t)en Geschichte – auch in Dorsten. Doch der Anteil, den sie an der Geschichte der Stadt gehabt haben, ist weitgehend unbekannt. Es gibt kaum Straßen und Plätze, die nach ihnen benannt sind. Die einzige Straße, die an eine gebürtige Dorstenerin erinnert, ist der Maria-Lenzen-Ring in Östrich. Der frauengeschichtliche Stadtrundgang unter Leitung der Gleichstellungsbeauftragten Vera Konieczka sucht das vergangene Leben der Dorstenerinnen zu erhellen, indem er an Plätze und Orte führt, die mit ihrer Geschichte besonders verbunden sind. Zugleich macht er aufmerksam auf Durstinas starke Töchter, die bisher keine Erwähnung in Straßennamen fanden. Da sind die Adligen Athalgard und Reginmuod zu nennen, die durch ihre Schenkungen im Mittelalter auffielen, Hedwig Geißler und Gertrud Blome, die nach Einführung des Frauenwahlrechts als erste Frauen erfolgreich für den Stadtrat kandidierten, die Ursuline Petra Brüning, die zu den ersten Mathematik-Studentinnen an der Universität Münster gehörte, die Künstlerin Tisa von der Schulenburg oder Cornelia Funke, die als erfolgreiche Schriftstellerin heute in den USA lebt. Nicht unerwähnt bleiben die Frauen, die 1588 erfolgreich die Stadt verteidigten, sowie die Gräfinnen Maria Lucia und Maria Victoria von Nesselrode-Reichenstein, Töchter des damaligen Statthalters im Vest Recklinghausen, die gemeinsam mit Anna-Philippina von Zang und Susanna Franziska von Erlenkamp 1699 das Dorstener Ursulinenkloster gründeten. Gemeinhin fallen Erfolge Frauen nicht in den Schoß. Und so wird zugleich auf jene Vorurteile und Behinderungen aufmerksam gemacht, die sie auf dem Weg zu ihrem Ziel zu überwinden hatten. Der Stadtrundgang kann auf Anfrage gebucht werden über die Gleichstellungsstelle der Stadt Dorsten.
Mamma mia
Frauenstadtrundgang zum Muttertag über Mütter, Töchter, Kindererziehung und mehr ... Am 13. Mai 1923 wurde der Muttertag in Deutschland zum ersten Mal begangen. Der Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber hatte die Initiative ergriffen, den Tag, den Präsident Wilson 1914 in den USA zum offiziellen Feiertag erklärt hatte, auch in Deutschland einzuführen. Wie jedoch ist (und war) es die anderen 364 Tage im Jahr um die Situation von Müttern bestellt? Ihr Leben scheint wenig spektakulär und gehört kaum zum Stoff, aus dem Geschichtsbücher gemacht werden. Dorstens Gleichstellungsbeauftragte Vera Konieczka nimmt dies zum Anlass, unter dem Motto „Mamma Mia“ einen Stadtrundgang über Mütter, Töchter und Kindererziehung anzubieten.  Was bedeutete es für Frauen früherer Zeiten, Mutter zu werden? Wie war ihre rechtliche Stellung? Konnten sie über Schwangerschaften selbst bestimmen? Gab es Mutterschutzregelungen und Möglichkeiten, Familie und Beruf zu vereinbaren? Wie sah Kindererziehung aus? War ein Leben, das nicht auf ein Leben als Ehefrau und Mutter abzielte, überhaupt vorstellbar? Und was bedeutete es für Töchter, Mütter zu haben, die wegen Krankheit oder Alter selbst der Unterstützung bedurften? Wer mehr über das Leben von Müttern in der Vergangenheit erfahren möchte, sollte sich diesen Stadtrundgang (nicht nur für Mütter) notieren.   Auf Anfrage zu buchen über die Gleichstellungsstelle der Stadt Dorsten
Gut betucht? Arm dran?
Frauengeschichtlicher Stadtrundgang zum Thema Frauen und Geld Über Geld spricht man nicht, hieß es lange. Was Frauen angeht, so galten sie geradezu als Meisterinnen des Verdrängens auf diesem Gebiet. Demgegenüber brachten internationale Studien an den Tag, dass Frauen weltweit zwei Drittel der gesellschaftlich notwendigen Arbeit leisten, aber nur zehn Prozent des Einkommens erhalten und ein Prozent des Vermögens besitzen. Und die Armuts- und Reichtumsberichte der Bundesregierung brachten zutage, dass bestimmte weibliche Lebenslagen wie Teilzeitarbeit und allein erziehen auf Dauer ein höheres Armutsrisiko bedeuten. Vor diesem Hintergrund lohnt es sich, die Frage nach dem Umgang von Frauen mit Geld und dem unterschiedlichen Zugang von Frauen und Männern zu Geld und Vermögen auf einem historischen Frauenstadtrundgang zu stellen. Von mittelalterlichen Stiftungen und Schenkungen, aber auch von Hexenprozessen als lukrativem Geschäft für die Verfolger wird dabei die Rede sein. Am Müschelchen und dem Spielgeld der Nonnen, der Witwenversorgung und Aussteuer von Töchtern, der  Armenjagd und dem Gildenkauf geht dabei kein Weg vorbei. Gespart wurde (und wird) gerne auf dem Rücken von Frauen: sei es durch öffentliche Beschränkung von Gästezahlen bei Feiern, die vor allem von Frauen besucht wurden, sei es durch niedrige Entlohnung ihrer Arbeit. Das Lob der sparsamen Hausfrau rundet(e) dabei das bevorzugte Frauenbild einfach ab.    Die einen blieben Aschenputtel, die anderen rückten zur Goldmarie auf. Wer Lust hat, sich dem Thema Frauen, Geld und Finanzen einmal historisch zu nähern, sollte sich diesen Stadtrundgang mit der Gleichstellungsbeauftragten Vera Konieczka notieren.   Auf Anfrage zu buchen bei der Gleichstellungsstelle der Stadt Dorsten.