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Die Damen der Familie Thyssen

Donnerstag, 21. Juni 2012, 19.00 Uhr Vortrag  von
Prof. Dr. Horst A. Wessel, Hilden

Der Feststellung "Thyssen hat Mülheim nachhaltig geprägt" wird niemand widersprechen. Jedoch denkt man in diesem Zusammenhang ausschließlich an August und seinen Bruder Josef. Wer waren die Frauen, die zu diesen Männern gehörten? Welchen Anteil haben sie am Gelingen gehabt? Welche Rolle haben sie in der Mülheimer Gesellschaft gespielt? Was erinnert heute noch an sie?

Der Vortrag macht uns bekannt mit Hedwig und Klara Thyssen, den Frauen von August und Josef Thyssen, sowie mit Amelie und Jula Thyssen, die mit Fritz bzw. Julius Thyssen, zwei Vertretern der nachfolgenden Generation, verheiratet waren.

Veranstalter:
Stadtarchiv Mülheim an der Ruhr

Ort:
Kunstmuseum in der Alten Post, Mülheim an der Ruhr, Foyer

Eintritt frei

Anders links sein - Auf den Spuren von Maria Weber und Gerd Muhr

In unserer Reihe „Erlesenes“ laden wir Sie herzlich zu einer beachtenswerten Buchvorstellung mit einer Lesung ein: Anders links sein - Auf den Spuren von Maria Weber und Gerd Muhr

Begrüßung: Prof. Stefan Berger
Moderation: Prof. Jürgen Mittag

Das Buch erzählt zwei spannende und vielschichtige Lebensgeschichten aus der bundesdeutschen Gewerkschaftsbewegung. Maria Weber war „erzkatholisch“ und Christdemokratin, verleugnete ihre Herkunft aus dem rauen, echten Ruhrgebiet nie, machte als Christlich-Soziale schon lange vor Ursula von der Leyen moderne Familienpolitik, kämpfte für das ganztägige Schulwesen und die Gesamtschule und scheute aus diesen und anderen Anlässen auch nicht den Konflikt mit Parteigranden wie Helmut Kohl, Kurt Biedenkopf oder Franz Josef Strauß.

Gerd Muhr kämpfte als Gewerkschaftsdiplomat gegen die europäischen Diktaturen in Griechenland, Portugal oder Spanien, engagierte sich für Lech Walesa und den Befreiungskampf der Solidarnosc, vermittelte im Ost-West-Konflikt und sah sich als Anwalt der „Dritten Welt“ und Afrikas.

„Anders links sein“ ist kein Lehrbuch. Vielmehr ist es ein historisches, ein biografisches Lesebuch: ein Buch, das deutsche und internationale Geschichte von den 1920er Jahren bis zur deutschen Wiedervereinigung in Schlaglichtern und aus der faszinierenden Perspektive zweier eigenwilliger Gewerkschaftsfunktionäre erzählt. Für junge wie alte Gewerkschafter, für politisch Interessierte und Engagierte sowie für diejenigen, die sich die Gewerkschaftswelt aus einem neuen Blickwinkel erschließen wollen, ist dieses Buch geschrieben worden. Es ist 2012 im Klartext-Verlag erschienen.

Der Autor, Stefan Remeke, leitet die Agentur für Historische Publizistik (www.afhp.net). Er hat mit einer Arbeit über die Ära Willy Brandt promoviert und zahlreiche wissenschaftliche Beiträge über die Geschichte der deutschen Gewerkschaften verfasst.

Um eine Anmeldung wird gebeten: Tel: 0234 / 32 22 415, E-Mail: hgr@rub.de

Mit freundlichen Grüßen
Beate Hepprich
Stv. Bibliotheksleiterin Stiftung Bibliothek des Ruhrgebiets
Email: Beate.Hepprich@rub.de

Veranstaltungsort:
Bibliothek des Ruhrgebiets im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets Clemensstr. 17-19, 44789 Bochum
http://www.isb.rub.de

Hexenverfolgung

Seine Mission ist die Gerechtigkeit. 400 Jahre nachdem - auch in Westfalen - Tausende Frauen als Hexen gefoltert und getötet wurden, kämpft Hartmut Hegeler für ihre Ehre, indem er Städte und Gemeinden dazu bewegt, die Hingerichteten zu rehabilitieren. Mittlerweile kann der pensionierte Pfarrer aus Unna erste Erfolge aufweisen. Nachdem das westfälische Rüthen im Kreis Soest im März vergangenen Jahres die Opfer der Hexenverfolgung offiziell für unschuldig erklärte, ziehen immer mehr Städte nach. "Eigentlich sollte es doch eine Selbstverständlichkeit sein, Menschen die als Hexen verfolgt wurden, zu rehabilitieren", sagt Hegeler über sein Engagement. "Leider ist es aber ganz und gar nicht so. Bei vielen Städten stoße ich auf Unverständnis - ganz nach dem Motto: Glauben Sie, wir haben nichts Besseres zu tun?" In mehr als 200 westfälischen Orten hat es im 17. Jahrhundert Hexenverfolgungen gegeben. Etwa 2000 Kindern, Männern und vor allem Frauen wurde in dieser Zeit der Prozess gemacht. Zwar gedenken heute viele Städte wie etwa Menden, Lemgo oder Recklinghausen mit Tafeln und Ausstellungen der Opfer, eine Rehabilitation blieb aber aus. Hegeler selbst wird in seiner Zeit als Religionslehrer im Jahr 2001 auf das Thema aufmerksam: "Meine Schüler wollten sich mit den Hexenprozessen beschäftigen. Dabei kam im Unterricht irgendwann die Frage auf, wann die Urteile eigentlich aufgehoben wurden und wir mussten feststellen: Das ist nie geschehen. Bis heute gelten die Opfer als schuldig im Sinne der Anklage." Mit dieser Erkenntnis beginnt Hegelers Mission. "Als ich verstand, was da passiert ist, fühlte ich mich als Christ verpflichtet, etwas zu tun", sagt der 66-Jährige. Seine Recherchen führen den Pfarrer und Religionslehrer nicht nur zu immer neuen Gräueltaten, sondern lassen ihn auch auf Anton Praetorius stoßen. Der protestantische Prediger aus Lippstadt gehörte im 17. Jahrhundert zu den wenigen Geistlichen, die den Hexenprozessen entgegentraten. "Sein Mut hat mich fasziniert. Gleichzeitig konnte ich es kaum fassen, dass ein so couragierter Mensch in völlige Vergessenheit geraten ist", so Hegeler, der sich sofort daran machte, die Biografie von Praetorius zu schreiben. Es folgen ein Roman, ein Hörbuch und ein Medienpaket für Schüler. Während seiner Recherchearbeiten gründet Hegeler den Arbeitskreis "Hexenverfolgung in Westfalen", der später - als das Engagement über die Grenzen der Region hinausgeht - in den Arbeitskreis "Hexenprozesse" umbenannt wird. Gleichzeitig kontaktiert er die ersten Städte und die Medien, informiert sie in Briefen über die unschuldig verurteilten Menschen und regt dazu an, sie zu rehabilitieren. "Das Echo fiel ganz unterschiedlich aus", so Hegeler. "Viele wollten sich wohl das eigene Nest nicht beschmutzen und reagierten abweisend." Es gab aber auch positive Reaktionen. Im März 2011 schließlich ist es die Stadt Rüthen, die die Opfer der Hexenverfolgung für unschuldig erklärt. Bis heute sind dem Beispiel fünf westfälische Orte gefolgt: Hilchenbach, Hallenberg, Sundern, Menden und Werl haben in den vergangenen Monaten die Verurteilten rehabilitiert. In Freudenberg, Rheda-Wiedenbrück, Recklinghausen, Münster und Büren sind entsprechende Anträge gestellt. Für Hegeler ist das weniger ein persönlicher Erfolg als eine zeitgemäße Art der Aufklärung. Denn Hexenverfolgung ist aus seiner Sicht auch heute noch ein aktuelles Thema: "Die Mechanismen gibt es noch immer in unserem Alltag: Es werden Gerüchte verbreitet und Menschen werden denunziert. Heute nennt man das wohl Mobbing. Deshalb ist es nicht nur wichtig, sondern unsere Pflicht, an die Hexenprozesse zu erinnern und uns für die Ehre der Opfer stark zu machen." Weitere Informationen über die Arbeit von Hartmut Hegeler : http://www.anton-praetorius.de/ 
Kontakt: Hartmut Hegeler, Arbeitskreis Hexenprozesse, E-Mail: hartmut.hegeler[at]gmx.de

Auf nach Bochum

Sonntag, 20. Mai 2012, 14.00 Uhr 
Frauenstadtrundgang in Bochum 
Linda Wotzlaw führt die Teilnehmenden zu 10 markanten Stätten in der Innenstadt, die für das Wirken von bekannten und weniger bekannten Bochumer Frauen von Bedeutung waren. Frauen wie Ottilie Schoenewald, Henriette Kortum, Ilse Baltz oder Nora Platiel werden vorgestellt, die das kulturelle, politische und wirtschaftliche Leben der Stadt mitgestaltet haben. Ursula Schafmeister, die erste Pastorin Bochums, wird porträtiert, oder die sogenannte Bochumer Madonna, eine Frau, die gemeinsam mit anderen Frauen einen Streik der Bergarbeiter unterstützte und dafür ins Gefängnis kam. 
Etliche der Frauen haben weit über Bochum hinaus gewirkt wie zum Beispiel die Tochter einer Bochumer Bergarbeiterfamilie, Lore Agnes, die als Sozialdemokratin die weiblichen Hausangestellten organisierte. 
Treffpunkt: 14 Uhr an der Glocke vor dem Rathaus, Willy-Brandt-Platz 
Gebühr: 5,00 EUR. Die Teilnahme ist ohne Anmeldung möglich. 
Mehr Infos über ausZeiten e.V. | Bildung, Information, Forschung und Kommunikation für Frauen 
http://www.auszeiten-frauenarchiv.de 

"Muss es denn gleich beides sein? - Aus dem Leben einer Aufsässigen"

Immer Kämpferin - nicht Opfer 
Eine Filmveranstaltung über das Leben von Hilde Radusch
Am Freitag, dem 11. Mai ist der Tag der Frauenarchive, der Geburtstag der Dichterin Rose Ausländer. Diesen Tag nimmt das Frauenarchiv ausZeiten in Kooperation mit der VHS Bochum zum Anlass für eine Filmveranstaltung für Frauen. 
Die Archivmitarbeiterin Elmas Pehlivan zeigt einen Film über das Leben von Hilde Radusch, die von 1903 bis 1994 in Berlin und West-Berlin lebte. Der Film mit dem Titel "Muss es denn gleich beides sein? - Aus dem Leben einer Aufsässigen" wurde 1986 von Petra Haffter und Pieke Biermann gedreht. Eine Aufzeichnung des Films stellt freundlicherweise das FFBIZ (Frauenforschungs-, bildungs- und -informationszentrum) aus Berlin zur Verfügung. 
Hilde Radusch war vor nunmehr fast 100 Jahren beim Fernmeldeamt angestellt, sie wurde Betriebsrätin und von 1929 bis 1932 Stadtverordnete für die KPD. 1933 kam sie mit dem Beginn des Nationalsozialismus für ein halbes Jahr in so genannte Schutzhaft, weil sie Kommunistin war. Später rettete sie sich vor der Verhaftung durch die Nazis, indem sie mit ihrer Lebensgefährtin untertauchte. Nach Kriegsende wurde sie aus der Partei ausgeschlossen, weil den kommunistischen Genossen die lesbische Beziehung nicht genehm war. Mit dem Beginn der Neuen Frauen- und Lesbenbewegung wurde sie eine wichtige Aktivistin im West-Berlin der 1970er Jahre. 
Im Anschluss an dem 44minütigen Film besteht die Möglichkeit, mehr über die Erinnerungsarbeit des bundesweiten Netzwerks "Miss Marples Schwestern", dem Zusammenschluss von Frauen zur Erforschung regionaler Frauengeschichte, zu erfahren. Am 22. Juni 2012 weihen sie einen Gedenkort für Hilde Radusch in Berlin ein, den ersten Gedenkort für eine im Nationalsozialismus verfolgte lesbische Frau. 
Freitag, den 11. Mai, 20:00 Uhr 
Frauenarchiv ausZeiten, Herner Str. 266, 44809 Bochum.  Eintritt: 5,50 €

Frauen im Aufbruch zu Amt und Würden

http://www.karrierefrauen.lwl.org Das Internet-Portal „Westfälische Geschichte“ des LWL-Instituts für westfälische Regionalgeschichte in Münster präsentiert unter dem Titel „Frauen im Aufbruch zu Amt und Würden“ die von Juli 2009 bis Mai 2011 mit großem Erfolg durchgeführte gleichnamige Wanderausstellung sowie die Tagungsdokumentation "Politische Partizipation von Frauen im 20. Jahrhundert“ nun auch online!
Die an insgesamt elf Standorten in Westfalen gezeigte historische Ausstellung, die in Kooperation zwischen dem LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte, dem LWL-Industriemuseum Zeche Zollern und dem LWL-Museumsamt entstand, zeichnet am Beispiel von Westfalen den hürdenreichen Weg von Frauen im Aufbruch zu Amt und Würden nach und beschreibt an ausgewählten Biografien Gelingen und Scheitern, Chancen und Risiken der neuen Möglichkeiten. Sie fragt danach, wie Frauen unterschiedlicher sozialer Milieus diese neuen Leitbilder rezipierten, modifizierten oder sogar eigene Leitbilder formten.
Über Objekte, biographische Skizzen und Videointerviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen werden Einblicke in ganz persönliche Pionierleistungen gegeben. Darüber hinaus diskutieren im Tagungsteil sieben Beiträge anhand regionaler und kollektivbiografischer Untersuchungen neue Partizipationskonzepte und vermitteln ein vertieftes Verständnis des politisch wie gesellschaftlichen Engagements von Frauen vom Kaiserreich bis zur Gegenwart.

Gleichzeitig bildet diese Internetpräsentation den Auftakt für ein nachhaltiges historisches Projekt zum Thema „Politische Partizipation“, das nach den Umständen und Rahmenbedingungen von bürgerschaftlichem Engagement von Frauen fragt.

Angesprochen sind historisch Interessierte aus Geschichtswerkstätten, Heimatvereinen und der Fachwissenschaft wie auch Bürgerinnen und Bürger, die sich auf vielfältige Weise in ihrer Kommune engagieren. Durch eine Ausweitung des Themas auf neue Formen sozialer Bewegungen möchte dieses Projekt darüber hinaus historische wie aktuelle Entwicklungen einbeziehen, die nicht zuletzt unter dem Begriff „Bürgergesellschaft“ diskutiert werden. Interessierte, die Materialien, eigene Forschungsergebnisse oder bereits vorhandene Präsentationen zu diesem Thema interaktiv und im Forschungsverbund mit anderen diskutieren und nachhaltig sichern möchten, können sich melden bei: Kontakt: Dr. Julia Paulus, LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte, Karlstrasse 33, 48147 Münster (0251 / 5915880) julia.paulus@lwl.org

 

Sing! Inge, sing!

Der Jazz in Deutschland hatte eine Stimme: Inge Brandenburg. Aufgewachsen in schwierigen Verhältnissen, frühzeitig gewohnt, auf eigenen Beinen zu stehen, Ende der 1950er Jahre plötzlich als beste europäische Jazzsängerin gefeiert, vom Time Magazin mit Billie Holiday verglichen, auf Händen getragen von den Musikern – und ignoriert und (erfolglos) auf Schlager reduziert von der deutschen Plattenindustrie. Ein Frauenschicksal der 1950er und 60er Jahre, einer Zeit, in der es in Deutschland keinen Platz gab für selbstbewusste Frauen mit überregionalen Träumen, mit dramatischem Interpretationsstil und einer emanzipierten Erotik. Erst durch SING! INGE, SING! wird es möglich, eine große deutsche Künstlerin zu entdecken! (Dokumentarfilm, Farbe, DE 2011, 118 Min., FSK ohne Angabe, Regie: Marc Boettcher) siehe http://www.boettcher-film.de/index.php/de/inge-brandenburg  22.3. - 4.4.2012 sweetSixteen-Kino  Immermannstraße 29  44147 Dortmund Telefon: 0231/9106623 

Gundalena von Weizsäcker - Ein Frauen-Leben im 20. Jahrhundert

Gundalena von Weizsäcker - Ein Frauen-Leben im 20. Jahrhundert Filmabend im Lila Salon am Dienstag
Zu einem interessanten Filmabend mit anschließendem Gespräch lädt der nächste Lila Salon ein, der am Dienstag, 20. März, um 19.30 Uhr im Varnhagenhaus, Piepenstockstraße 21, stattfindet. 
Im Mittelpunkt des Films steht das Leben Gundalena von Weizsäckers, der Frau des Physikers und Philosophen Carl Friedrich von Weizsäcker.
Gundalena Wille wurde 1908 in Zürich in eine bekannte Offiziersfamilie geboren und wuchs in großzügigen Verhältnissen auf. Als Schweizer Journalistin in Berlin kommentierte sie die ersten Jahre der NS-Herrschaft. Durch die Heirat mit Carl Friedrich von Weizsäcker erlebte sie in Deutschland den 2. Weltkrieg und den Widerstand gegen Hitler. Welche Haltung nahm Gundalena zu den politischen Entwicklungen und Ereignissen der damaligen Zeit ein und welche Wirkung hatte die Politik auf das private Leben einer Frau und ihrer Familie im Zentrum der politischen Auseinandersetzungen? Wie hat sie ihr Leben an der Seite ihres berühmten Mannes gestaltet und welches Frauenbild leitete sie dabei?
Diesen Fragen ist ihre Tochter Dr. Elisabeth Raiser zusammen mit der Theologin und Fotografin Barbara Robra nachgegangen. 
Auf der Basis von privaten Dokumenten sowie von Interviews mit der Porträtierten und mit Familienmitgliedern zeichnet der Film das Leben Gundalena von Weizsäckers bis zu ihrem Tod im Jahr 2000 nach.
An diesem Abend wird Dr. Elisabeth Raiser anwesend sein und nach dem Film mit den Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch kommen. Dr. Elisabeth Raiser, Mutter von vier Söhnen, war Dozentin am Dolmetscherinstitut in Genf und am European Womens College in Zürich. Sie leitete einige Jahre das Ökumenische Forum Christlicher Frauen in Europa und war 2003 evangelische Präsidentin des ersten Ökumenischen Kirchentages. Seit Beginn ihres Ruhestands hat sie als Regisseurin einen Film über Frauen in der Ökumene und einen Film über ihre Mutter Gundalena von Weizsäcker produziert.
Sie lebt heute in Berlin und ist Vorsitzende der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, die jährlich rund 180 junge Freiwillige in dreizehn Ländern entsendet, die unter dem 2. Weltkrieg und der verhängnisvollen NS Herrschaft gelitten haben. Die Beschäftigung mit der NS-Vergangenheit ist in ihrer Familie immer ein zentrales Thema gewesen und spielt auch in dem Film eine wichtige Rolle.
Im Eintrittspreis von sieben Euro sind Getränke und ein Imbiss enthalten.
INFO
Varnhagenhaus
Piepenstockstr. 27
58636 Iserlohn

Das Testament der Greta Bünichmann

Leben und Sterben einer Dienstmagd
Themenabend  im Stadtarchiv Münster: Das Testament der "Hexe" Bünichmann
Gerichtsprozesse wegen Zauberei sind in Münster zwischen 1552 und 1644 nachgewiesen. Greta Bünichmann, der letzten Frau, die deswegen zum Tode verurteilt wurde, gilt der Themenabend im Stadtarchiv. "Vom Leben und Sterben einer Dienstmagd" heißt es am Donnerstag, 22. März, um 18 Uhr. Besonders dabei im Fokus: 
Ihr wenig bekanntes Testament.
Die Ermittlungen gegen Bünichmann begannen Ende Mai 1635. Nach zweimaliger "peinlicher Befragung" ist ihr Schicksal besiegelt: 
Ihr Leidensweg führt am 23. Juni in den Feuertod.
In den Rats- und Kriminalprotokollen des Stadtarchivs ist dieser Fall sehr gut belegt. Historikerin Sabine Alfing, ausgewiesene Expertin der Hexenprozesse, blendet am Themenabend auf Verhöre, die Mühlen der Justiz und Urteile des Stadtrates in Münster - auch im Vergleich zu den Hexenprozessen im Umland. 
Vor allem aber stellt sie den Nachlass der Greta Bünichmann vor und erzählt aus dem Leben der Dienstmagd aus dem Überwasserviertel. Dazu zeigt das Stadtarchiv die Originalquellen zu diesem Fall aus dem 17. Jahrhundert.
Donnerstag, 22. März, um 18 Uhr.
Der Eintritt in das Stadtarchiv, An den Speichern 8, ist frei.
Stadtarchiv Münster
An den Speichern 8
48157 Münster
Tel.: 02 51/4 92-47 01
Fax: 02 51/4 92-77 27
E-Mail: archiv(at)stadt-muenster.de

Hosgeldiniz!

http://www.frauenruhrgeschichte.de/frauenregion/personen/personen-single/?tx_frgdatabases_pi1[showUid]=87

Internationaler Frauentag in Essen

Anlässlich des Internationalen Frauentags 2012 sind im Essener Rathausfoyer zwei Ausstellungen bis zum 16. März 2012 zu sehen. "Die vergessenen Frauen - Arbeitsmigratinnen der ersten Zuwanderungsgeneration im Ruhrgebiet", eine Ausstellung der Stadt Dinslaken für die Kulturhauptstadt RUHR.2010, und die Ausstellung "Frauen machen Geschichte", die Essener Gewerkschaftsfrauen im Zuge ihres historischen Stadtrundgangs erarbeitet haben. Eröffnung: 8. März 2012, 17:00 Uhr, Rathausfoyer Essen. Eintritt frei.  Grußworte: Rudolf Jelinek / 1. Bürgermeister, Gerda Kassner /
Gleichstellungsbeauftragte Einführung "Frauen machen Geschichte" - Claudia Butta / DGB-Frauen Einführung "Die vergessenen Frauen" - Yasemin Yadigaroglu und Margareta Spajic Die Ausstellung ist im Rahmen der Öffnungszeiten des Rathausfoyers bis Freitag, den 16. März 2012 zu sehen.

101 Jahre Internationaler Frauentag

Zum 8. März, dem Internationalen Frauentag, posten wir einen Vortag von Uta C. Schmidt unter  http://www.frauenruhrgeschichte.de/geschichtemetropole/einfuehrungen/themen/100-jahre-internationaler-frauentag/

Anders links sein.


Stefan Remeke, Anders links sein. Auf den Spuren von Maria Weber und Gerd Muhr, 591 Seiten, Hardcover, geb. m. zahlr. Abb., Klartext Verlag Essen 2012, ISBN 978-3-8375-0488-0, 42,00 Euro
Jede Generation hat ihre Zeit. Auch für die Gewerkschafterin Maria Weber und den Gewerkschafter Gerd Muhr trifft das zu. Dennoch ist diese Doppelbiografie ein hochaktuelles Buch. Denn Maria Weber und Gerd Muhr veranschaulichen die Historie eines politischen Typus, den viele heute – zuletzt bis an die Spitze des höchsten Staatsamtes – vermissen. Bei ihnen finden wir Authentizität und eine glaubwürdige Politik, die sichtbar lebensgeschichtlich geprägt war, in der das persönliche und das institutionelle Engagement mit den eigenen Erfahrungen und der eigenen Persönlichkeit sich vereinte zu dem, was man wohl nur mit einem Begriff annähernd treffend beschreiben kann – Haltung. Im Blick von der Vergangenheit auf unsere Gegenwart zeigt sich das kritische Potential dieser Hommage. Dass die Skepsis gegenüber Teilen der gegenwärtigen politischen Elite in das „linke Lager“ und in die Gewerkschaftswelt führt, mag den einen mehr verwundern als den anderen. Aber auch diesbezüglich galt für Maria Weber und Gerd Muhr: ANDERS LINKS SEIN.
Das Buch erzählt die Lebensgeschichte einer Gewerkschafterin, „erzkatholisch“ und eine Christdemokratin zumal, die ihre Herkunft aus dem rauen, echten Ruhrgebiet nie verleugnete, die als Christlich-Soziale moderne Familienpolitik machte lange vor Ursula von der Leyen, für das ganztägige Schulwesen kämpfte und sich um die Gesamtschule und aus anderen Anlässen raufte mit den Granden der CDU/CSU von Helmut Kohl über Kurt Biedenkopf bis zu Franz Josef Strauß. Und das Buch erzählt zugleich die Lebensgeschichte eines Gewerkschafters, der als Gewerkschaftsdiplomat gegen die europäischen Diktaturen in Griechenland, Portugal oder Spanien kämpfte, sich engagierte für Lech Walesa und den Befreiungskampf der Solidarnosc, im Ost-West-Konflikt vermittelte und sich als Anwalt der sogenannten „Dritten Welt“ und Afrikas sah, wenn er für die Entschuldung eintrat oder gegen die Apartheid in Südafrika zur Unterstützung Nelson Mandelas initiativ wurde.  Die Welt der Gewerkschaften etwas mehr zu öffnen und für Außenstehende Unerwartetes aus dieser Welt zu zeigen, dafür eignen sich die Biografien Maria Webers und Gerd Muhrs besonders. Es lohnt sich, sich auf die verwehten Spuren zu begeben, die diese spannenden, vielschichtigen Persönlichkeiten hinterlassen haben. Denn die Welt der Funktionäre war nicht nur grau, sondern, wenn man genauer hinsieht, durchaus bunt – in diesem Fall vor allem: schwarz-rot.
Der Autor Stefan Remeke wurde bei Klaus Tenfelde und Norbert Frei mit einer Arbeit über die Ära Willy Brandt promoviert. Über die deutschen Gewerkschaften hat er mehrere Publikationen verfasst. Er beschäftigt sich außerdem mit deutscher Wirtschafts- und Sozialpolitik, den Biografien gesellschaftlicher Eliten sowie der Zeitgeschichte politischer und wirtschaftlichen Organisationen. Remeke ist Leiter der Agentur für Historische Publizistik (www.afhp.net).

Klaus-Peter Dreßel ist verstorben.

Klaus-Peter Dreßel hat FRAUEN.ruhr.GESCHICHTE. in die Geschichte des Ruhrkampfes in Bergkamen und Umgebung eingeführt. Unsere Porträts zu Auguste Herr und zu Maria Niggemeier basieren auf seinen umfangreichen Forschungen. 

Trauer

Als wir für FRAUEN.ruhr.GESCHICHTE. zu Hilde Hauck forschten, unterstützte uns ihre Tochter Isa Nigge mit Erzählungen, Familienfotos und Hinweisen. Nun erfuhren wir von Franz Josef Nigge, dass seine Frau am 25. Juni 2011 verstorben ist. Isa Nigge setzte als Vorstandmitglied des Internationalen Rombergpark-Kommitees die antifaschistische Arbeit ihrer Mutter fort. Siehe dazu das Porträt von Hilde Hauck. 

Hedwig Kurig

http://www.frauenruhrgeschichte.de/frauenregion/personen/personen-single/?tx_frgdatabases_pi1[showUid]=83

Bloß nicht zimperlich ...

Das Jahrbuch des Kreises Unna 2012 widmet sich ganz den Frauen der Region - Kindsmörderinnen, Antifaschistinnen, Fliegerfräuleins, Ratsfrauen, Müttern, Musen und Femmes Fatales.
Kreis Unna/ Der Landrat (Hg.), Bloß nicht zimperlich ... Jahrbuch des Kreises Unna 2012, Unna 2011, zu beziehen unter ISBN 978-3-9813452-6-1 im Buchhandel.

Geschlechtergeschichtlicher Blick auf den Bergbau

Eine Männer- und Geschlechtergeschichte des Ruhrbergbaus hat Dagmar Kift vom LWL-Industriemuseum vorgelegt: Kift, Dagmar: Die Männerwelt des Bergbaus, Bochum 2011 (Schriften der Stiftung Bibliothek des Ruhrgebiets, Heft 32)

Frauen bauen Europa

​Schilp, Thomas (Hg.): Frauen bauen Europa. Internationale Verflechtungen des Frauenstifts Essen (Essener Forschungen zum Frauenstift Band 9), Klartext Verlag: Essen 2011, S. 464, ISBN 978-3-8375-0672-3), 29,95 EUR 
Im Jahr der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 waren Geschichte und Kultur des Frauenstifts Essen in zahlreiche Aktivitäten eingebunden. Fast 1.000 Jahre hatte das Frauenstift die Geschichte Essens, aber auch großer Teile des heutigen Ruhrgebiets mitgeprägt. In Kunstobjekten und Architektur, in Bibliothek und Archiv, in Musik und Kirchbauten haben die Frauen des Stifts in einer exzellenten Qualität Manifestationen ihres Handelns hinterlassen. Dieses Erbe des Frauenstifts ist ein einzigartiger Bestandteil des kulturellen Erbes Europas. ​ 
​Die Neuerscheinung zeigt den Rang der Objekt- und Schriftüberlieferung des einstigen Frauenstifts in den europäischen Vernetzungen und Verflechtungen auf. Das Frauenstift wird erstmals als ein kulturelles Gesamtphänomen vorgestellt. Wie gelangten etwa Textilien aus dem Fernen Osten nach Essen? Welchen Weg beschritten Bergkristallgefäße des 10. und 11. Jahrhunderts der islamischen Fatimiden in Ägypten nach Essen? Woher kamen die Stiftsdamen eigentlich und zu welcher Zeit aus welchem Stand? Domschatz und Domkirche, aber auch etwa Schloss Borbeck als Residenz der Äbtissinnen sollen als Erinnerungsorte dieser Kultur des vormodernen Europa aktiviert werden. 

Yong-Suk Jung erhielt Auszeichnung

Aus den Händen des Vorsitzenden Prof. Günter Brakelmann hatte Yong-Suk Jung im November 2011 im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets den Förderpreis des„Fördervereins des Instituts für soziale Bewegungen“ entgegen genommen. Der erstmalig vergebene Förderpreis wird auch künftig jährlich an eine herausragende Dissertation aus dem Feld der Sozial- und Arbeiterbewegungsgeschichte vergeben. Er ist mit 1.000 ‚Ǩ dotiert, die zweckgebunden die Drucklegung der preisgekrönten Arbeit befördern sollen. Frau Jung erhielt die Auszeichnung für ihre geschichtswissenschaftliche Dissertation über„Familien im Ruhrgebiet in der Nachkriegszeit“, die von dem kürzlich verstorbenen Prof. Dr. Klaus Tenfelde betreut worden ist. Frau Jung verfolgt darin den nach Ende des Zweiten Weltkrieges einsetzenden Wandel der Familienbildung im Ruhrgebiet bis in die jüngste Vergangenheit. Ausgehend von den durch den Krieg verursachten Veränderungen in der Bevölkerungsstruktur des Ruhrgebiets untersucht sie unter anderem den Zusammenhang der Wohnungssituation von Bergarbeitern mit deren Familienplanung. Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen jedoch die Auswirkungen des Strukturwandels auf die Familienbildung im Ruhrgebiet, wie sie zum Beispiel aus den zunehmenden Erwerbsmöglichkeiten für Frauen resultierten. So leistet Frau Jung einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der bisher wenig bekannten sozialen Aspekte des Strukturwandels, der bisher vor allem ökonomisch beeinflusst verstanden worden ist.
Die Untersuchung wird im kommenden Jahr im Klartext-Verlag veröffentlicht.
Yong-Suk Jung hat nach einem Geschichtsstudium mit Magisterabschluss in Südkorea von 1997 bis 2000 an der Ruhr-Universität Geschichte studiert und abschließend ihr Promotionsstudium aufgenommen, dass sie im Mai 2011 abgeschlossen hat. Aktuell ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Korea Women Studies Institute in Seoul und Dozentin an zwei südkoreanischen Universitäten.

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit

Grete Prill war eine der "Heinze"-Frauen, die um gleichen Lohn für gleiche Arbeit kämpften: Mehr dazu unter  http://www.frauenruhrgeschichte.de/frauenregion/personen/personen-single/?tx_frgdatabases_pi1[showUid]=15.

Der Westdeutsche Rundfunk widmete dem Arbeitskampf einen Beitrag in seiner Sendung "Daheim und Unterwegs".